Startschuss für die Trophée BPGO, 

letzte Generalprobe vor der Solitaire

 

 
Sonntag, 19. April 2026
 

Bei strahlendem Sonnenschein und ruhiger See sind die 35 Duos bei der Trophée Banque Populaire Grand Ouest am frühen Nachmittag des Samstags, dem 18. April, von Concarneau unter Spinnaker mit Kurs nach Norden bis zu den Chausey-Inseln gestartet.

 

Für einen sehr taktischen ersten Teil des Rennens, in dem viel passieren wird, bevor es zurück in den Golf der Biskaya geht und man sich île de Oléron nähert.

 

Die Zeit für die letzten Feinheiten ist gekommen, und was gibt es Besseres als fünf Renntage und eine 800-Seemeilen-Strecke, um sich darauf vorzubereiten?

 

Das ist ein hervorragendes Training. Man spürt, dass es in die entscheidende Phase geht, meint der Zweitplatzierte der letzten Vendée Globe, Yoann Richomme auf Paprec. Nicolas Lunven auf PRB, der zusammen mit dem Tom Goron (20) antritt arbeitet akribisch an jeder Optimierung.

 

Es ist ein wichtiges Duo-Rennen, bei dem einige Rat suchen und andere ihn geben, vor dem großen Termin der Figaro-Serie. Die aus dem Finistère stammende Chloé Le Bars befindet sich in der Position um alles aufzunehmen , was Hugo Dhallenne ihr vermitteln kann. Die Beiden hatten einen sehr guten Start und segeln im vorderen Feld.  

 

Der Einzige Skipper, der es wirklich locker angeht, ist Tom Dolan auf Kingspan. Anfang April lag sein Boot noch aufgebockt an Land, dann wurde vor einigen Tag der Mast gesetzt und jetzt der erste Test. Der Ire scheint

tiefenentspannt diese Herausforderung anzupacken, klar er hat ja die erste Ausgabe vor 2 Jahren gewonnen.

 

 

Der Start live     

 

 

Route du Rhum

Davy Beaudart tritt die Nachfolge von

Louis Burton am Ruder der Imoca Bureau Vallée an

 

 

16. April 2026

 

 

Bureau Vallée hat beschlossen, seine Imoca Bureau Vallée 3 beim Start der nächsten Route du Rhum ins Rennen zu schicken.

 

Davy Beaudart wird das Ruder des Bootes übernehmen und damit das Abenteuer der Marke auf hoher See fortsetzen.

 

Am 30. September 2025 hatte Bureau Vallée nach 15 Jahren Sponsoring das Ende seiner Partnerschaft mit dem Skipper Louis Burton aus Saint-Malo offiziell bekannt gegeben.

 

Da die Zusammenarbeit mit Louis Burton endet am kommenden 30. April 2026.

Jetzt stellte sich natürlich die Frage nach der Zukunft der IMOCA Bureau Vallée 3.

 

In Erwartung eines Käufers für seine IMOCA hat die Marke beschlossen, das Boot im Rennbetrieb zu halten. Die Route du Rhum – einer der großen Klassiker des Hochseesegelns – bot sich als ideale Gelegenheit an, damit dieses Boot, das eine großartige sportliche Geschichte in sich trägt, weiterhin sein volles Potenzial entfalten kann.

 

Mit der Teilnahme an der Route du Rhum in diesem Jahr investieren wir nicht in ein neues sportliches Projekt. Wir setzen vielmehr unser Engagement im Hochseesegeln logisch fort, einem Sport, der unsere Werte verkörpert: Anstrengung, Durchhaltevermögen, Einfallsreichtum. Das menschliche Abenteuer geht bis zur Route du Rhum 2026 weiter.“, erklärt Adrien Peyroles, Generaldirektor von Bureau Vallée.

 

 

Davy Beaudart: eine Entscheidung für Kontinuität und Vertrauen

 

Bureau Vallée wandte sich ganz selbstverständlich an Davy Beaudart, um das Ruder der Bureau Vallée 3 für die Route du Rhum 2026 zu übernehmen. Letzterer ist in der Geschichte des Bootes kein Unbekannter: 2021 und 2023 segelte er an der Seite von Louis Burton bei der Transat Jacques Vabre und bildete ein engagiertes und sich ergänzendes Duo.

 

Davys Kenntnis des Bootes und des Teams macht ihn zum idealen Skipper, um diese neue Etappe des Abenteuers Bureau Vallée auf hoher See zu leiten, während sich Louis Burton neuen Projekten zugewandt hat.

 

Die Route du Rhum ist ein bedeutendes Ereignis. Die Bureau Vallée 3 mit Davy daran teilnehmen zu lassen, bedeutet sowohl, die Geschichte dieses Projekts zu würdigen, als auch ihm zu ermöglichen, bei einem letzten legendären Rennen dabei zu sein“, fügt Adrien Peyroles hinzu.

Die Entscheidung für die Route du Ruhm Davy zu nehmen, finde ich zu 100% nachvollziehbar. Davy war schon bei der Transat Paprec 2025 im vordersten Feld und wurde nur durch die Flaute im Zielbereich ausgebremst.

 

 

 

 

Globe40 

Crédit Mutuel gewinnt 

die 2. Ausgabe der Weltumsegelung in der Class40

 

 
15. April 2026
 

Ian Lipinski und Antoine Carpentier haben sich am 15. April, auf der 6. Etappe der Globe40 zwischen Recife/Brasilien und Lorient/Morbihan durchgesetzt. Die Crew von Crédit Mutuel sichert sich damit gleichzeitig den Gesamtsieg bei dieser zweiten Ausgabe der Weltumsegelung mit Zwischenstopps an Bord einer Class40.

 

Nach 35.000 zurückgelegten Seemeilen und einer absolvierten Weltumsegelung überquerte die Class40 Crédit Mutuel am Mittwoch, den 15. April, um 8:45 Uhr die Ziellinie der 6. und letzten Etappe der Globe40, einer Weltumsegelung zu zweit an Bord von Class40-Yachten, in Lorient, ihrem Heimathafen. Das Duo Ian Lipinski und Antoine Carpentier, das am 29. März in Recife, Brasilien, gestartet war, benötigte 16 Tage, 13 Stunden, 40 Minuten und 17 Sekunden, um die 3.743 Seemeilen dieser letzten Etappe im Atlantik mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 9,4 Knoten zurückzulegen.

 

Sie legten 4.934 Seemeilen auf dem Seeweg mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 12,4 Knoten zurück. Da sie vor dem Start dieser letzten Etappe punktgleich mit Belgium Ocean Racing – Curiumlagen, sichert ihnen dieser Etappensieg den Gesamtsieg in der Gesamtwertung.

 

Ian und Antoine, die seit dem 7. April die Etappe anführten, nutzten die Passatwinde, um sich von ihren Konkurrenten Jonas Gerckens und Benoît Hantzperg abzusetzen. Doch das Azorenhoch erreichte sie als Erstes und verringerte diesen Vorsprung auf etwa zehn Meilen. Nachdem sie eine zweite Hochdruckzone durchquert hatten, gelang es den beiden Booten, sich vor einem Tiefdruckgebiet zu positionieren, das sie schnell vor dem Wind in Richtung Bretagne trieb.

 

Doch der Bruch des Gennaker-Hakens auf dem Boot der Belgier verhinderte, dass sie den Druck auf die Franzosen aufrechterhalten konnten, die sich zudem mit einem Fischernetz herumschlagen mussten.

Letztendlich sicherte sich die David-Raison-Yacht Nr. 202 mit einem Vorsprung von etwa dreißig Seemeilen den Etappensieg – den fünften von sechs Etappen – sowie den Gesamtsieg nach sieben Monaten Weltumsegelung, die sie über alle Meere der Welt geführt hatte, von Mindelo über La Réunion, Sydney und Valparaiso, an Bord von 40-Fuß-Einrumpfbooten, die eher für Transatlantikfahrten ausgelegt waren.

 

 

Nur eine Etappe ohne Sieg

 

Obwohl sie über alle Etappen hinweg die schnellsten waren, sah sich Crédit Mutuel dennoch mit der Lift V2 von Marc Lombard Yacht Design konfrontiert, dem Sieger der 2. Etappe zwischen Mindelo und La Réunion nach einem engen Dreikampf mit den Deutschen von Next Generation auf Platz 2 und Crédit Mutuel auf Platz 3. Ein dritter Platz auf einer Etappe mit hohem Koeffizienten (3), der sie teuer zu stehen kam. Ian Lipinski hatte übrigens seine Verwunderung über diese Berechnungsmethode zum Ausdruck gebracht: „Es macht keinen Sinn, dass die Umrundung Südamerikas mit der Passage am Kap Hoorn weniger ‚belohnt‘ wird als die Umrundung Südafrikas. Und es gibt keinen Grund, warum der Indische Ozean weniger wert sein sollte als der Pazifik. Als Segler weiß man, dass die zurückzulegende Entfernung kein relevanter Parameter ist.

 

Doch das Duell zwischen den beiden Booten war damit noch nicht beendet. Zum ersten Mal in der Geschichte der Hochseeregatten wurden beide Boote zu Siegern der Etappe zwischen Sydney und Valparaíso gekürt: ex aequo! Da es keine markierte Ziellinie gab (das GPS war maßgebend), konnte die Jury keinen Sieger ermitteln.

 

Und bis zu dieser letzten Etappe hielten Crédit Mutuel und Belgium Ocean Racing – Curium das Publikum in Atem, bevor Ian Lipinski und Antoine Carpentier in Lorient den Sack zumachten.

 

Aber man darf auch Amélie Grassi und Alan Roberts nicht vergessen, die auf einigen Etappen als Co-Skipper der „Raison“ fungierten und ebenfalls zum Sieg beigetragen haben, ebenso wie Antoine Carpentier, der auf vier der sechs Etappen sowie im Prolog als erstklassiges Crewmitglied dabei war. Ein großes Lob also an die Crew und an die Vorbereitungsteams, die mit ihrer wertvollen Unterstützung bei jedem Zwischenstopp an diesem Abenteuer teilgenommen haben.

 

Es ist bewegend, alle im Ziel zu sehen,“, erklärte Ian unmittelbar nach dem Überqueren der Ziellinie. Das ist einfach großartig! Wir müssen uns erst einmal Zeit nehmen, um das zu realisieren. Wir durften uns keinen einzigen Fehltritt leisten. Seit dem beschissenen Start auf La Réunion mussten wir alle Etappen gewinnen. Das war schon ein bisschen nervig. Es ist eine große Erleichterung, denn wir wollten dieses Rennen unbedingt gewinnen.“

 

#

 

 

 

Louis Burton 

wechselt mit einem neuen Sponsor 

in die Ultim-Klasse!

 

14.April 2026
 

Große Neuigkeit in der Welt des Hochseesegelns: Nach vier Teilnahmen an der Vendée Globe wechselt Louis Burton in die Ultim-Klasse. Mit Unterstützung der Bekleidungsmarke Armand Thiery hat er die ehemalige Actual Ultim 3 erworben, einen VPLP-Entwurf aus dem Jahr 2015.

 

Der Skipper bereitet sich auf die Route du Rhum 2026 und die Arkéa Ultim Challenge 2028 vor und hat dabei auch mehrere große Mannschaftsrekorde im Visier, darunter die Trophée Jules Verne und den Nordatlantik.

 

Ursprünglich gab es die Idee einer fünften Imoca-Kampagne mit einem neuen Boot.

 

Louis erklärt : Wenn wir uns keine Grenzen setzen, was reizt uns dann am meisten?

 

Ziemlich schnell war die Ultim für mich und das Team die naheliegende Wahl. Es schien uns eine logische Fortsetzung zu sein, mit unglaublichen, sehr leistungsstarken Booten. Hinzu kam die Aussicht, bei der Route du Rhum mit einer Maschine an den Start zu gehen, die in der Lage ist, in allen Klassen unter die Top 5 zu kommen.

 

Das bot auch die Möglichkeit, nach den letzten Jahren in der IMOCA-Klasse, die terminlich sehr eingeschränkt waren, wieder eine gewisse Freiheit bei der Programmgestaltung zu erlangen. In der Ultim-Klasse kann man sowohl an schönen Einhandregatten teilnehmen als auch mit einer Crew große Rekorde versuchen. All diese Faktoren haben wirklich alle begeistert: Wir hatten Sterne in den Augen. Wir haben zunächst recherchiert, welche Boote verfügbar waren. Es gab zwei Optionen: IDEC Sport, das nach der Weltumsegelung von Alexia Barrier möglicherweise verfügbar sein würde, und Actual Ultim 3, das zum Verkauf stand. Wir mussten Budgets aufstellen, die Funktionsweise der Teams in der Ultim-Klasse verstehen und die Hebel identifizieren, die wir betätigen konnten, um Sponsoren zu überzeugen…

 

Der eigentliche Auslöser war die Mitteilung im September, in der das Ende der Sportpartnerschaft mit Bureau Vallée angekündigt wurde. Zu diesem Zeitpunkt begannen die Kontakte mit Armand Thiery. Ich traf mich mit dem Präsidenten und anschließend mit der Kommunikationsleiterin, erst in Paris und dann in Saint-Malo. Wir haben uns mehrere Wochen lang ausgetauscht. Ihr Ziel war es nicht nur, ihren Namen auf ein Boot zu setzen, sondern sich in ein echtes Projekt einzubringen. Armand Thiery ist ein neues Unternehmen im Hochseesegeln. Es ist eine zu 100 % französische und familiengeführte Marke, was gut zu uns passt. Sie haben echte Ambitionen, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern.

 

Diese Entscheidung fiel erst vor einigen Wochen. Wir haben uns für Actual entschieden, sowohl aus zeitlichen Gründen im Hinblick auf die Route du Rhum als auch wegen der Eigenschaften des Bootes, insbesondere seines Potenzials im Hochseegang. Außerdem kam IDEC Sport gerade von einer Weltumsegelung zurück, was umfangreichere Reparaturarbeiten erforderte. Wir haben Actual ein Angebot unterbreitet, sie haben zugestimmt, und los ging’s. 

 

Actual Ultim 3 wurde 2023–2024 einer umfassenden Überholung unterzogen. Nach der Arkéa Ultim Challenge 2024 wurde es aus dem Wasser geholt, fachgerecht gelagert und anschließend begutachtet. Das Actual-Team hat hervorragende Arbeit geleistet. Wir werden bei der Wiederinbetriebnahme von ihnen unterstützt. Zuvor werden wir in Lorient mit den Lackierarbeiten beginnen. Das Boot wird in der zweiten Junihälfte mit seinen neuen Farben wieder zu Wasser gelassen. Wir haben einen Vertrag bis 2031. Das Boot wird Armand Thiery heißen, aber wir werden weitere Unternehmen brauchen, um das Budget und die sportlichen Ambitionen zu erweitern. Wir haben genug, um das Projekt unter guten Bedingungen zu starten, aber für diesen Zyklus 2026–2031 verfügen wir derzeit über etwa 60 bis 70 % des optimalen Budgets.

 

Ich weiß, dass die Bootsklasse sehr anspruchsvoll ist. Man darf sich eigentlich keine Fehler leisten und muss ständig vorausschauend handeln. Sonst kann es aus technischer Sicht schnell problematisch werden. Das Team soll noch verstärkt werden, und wir werden nicht zögern, uns punktuell mit externen Spezialisten zu umgeben, um die Einarbeitung und den Fortschritt zu beschleunigen. 

 

Wie ich bereits sagte, betonte Louis Burton haben wir bereits eine hervorragende Vereinbarung mit dem Team Actual für den Informationsaustausch, was uns helfen wird, die Dinge richtig zu machen. Wir werden Ende Juni oder Anfang Juli mit dem Segeln beginnen können. Da die Route du Rhum am 1. November startet, wird es eine echte Herausforderung sein, innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens bereit zu sein. Das war auch ausschlaggebend für die Wahl dieses Bootes: Segel und Anbauten sind doppelt vorhanden. Selbst wenn vor dem Start der Route du Rhum Probleme auftreten sollten, werden wir in der Lage sein, diese zu bewältigen.

Ich möchte ankommen, nachdem ich das Potenzial des Bootes zu 100 % ausgeschöpft habe, ohne mich in Gefahr zu begeben, und nachdem ich die Grenzen gut kennengelernt habe. Die Platzierung hängt von vielen Faktoren ab, daher wage ich zum jetzigen Zeitpunkt keine Prognose. Ich lerne diese Klasse gerade erst kennen. Auf jeden Fall ist der Start bei der Route du Rhum mit einer leistungsstarken Ultim ein Kindheitstraum, der wahr wird.

 

Gegen Juni 2027 werden wir versuchen, den Nordatlantik-Rekord zwischen New York und Lizard Point zu brechen (aufgestellt von der Banque Populaire V im Jahr 2009 in 3 Tagen und 15 Stunden bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 33 Knoten. Danach werde ich mich auf die Arkéa Ultim Challenge vorbereiten, deren Start für Anfang 2028 geplant ist. Was Rekorde angeht, erwägen wir auch, die Trophée Jules Verne in Angriff zu nehmen. Wir werden das Programm der Ultim-Klasse sehr aufmerksam verfolgen und unser Bestes tun, um bei den Veranstaltungen dabei zu sein, auch wenn es für uns beispielsweise schwierig sein wird, die Transat Café L’Or 2027 und die Arkéa Ultim Challenge direkt nacheinander zu bestreiten.

 

Wir arbeiten an der Entwicklung spezieller Fender und Ausrichtungshilfen, um beim Passieren der Schleuse so autonom wie möglich zu sein. Wir wollen diese Vorgänge zu 100 % absichern. Wenn wir die Hafenbecken verlassen oder in sie einlaufen, wird das zwangsläufig für längere Zeit sein. Wir werden nicht jeden Tag in der Schleuse arbeiten. Für die Segelphasen bauen wir gerade eine Partnerschaft mit der Stadt Saint-Cast auf. Wir können am Außensteg des Yachthafens anlegen, der gut geschützt ist. Wir werden von Saint-Malo aus mit einer mobilen Werkstatt anreisen und so eine Art Zweitbasis einrichten.

 

Wenn wir optimal arbeiten wollen, müssen wir uns auch mit der Frage der Unterbringung des Bootes für die Winterarbeiten befassen. Wenn wir zufriedenstellende Bedingungen erhalten, werden wir relativ kurzfristig den Bau eines Gebäudes in Betracht ziehen, das im Hafen von Saint-Malo Platz für eine Ultim bietet.

 

 

Nach Toms Sieg bei der Transat Café L’Or 

wurde sein Trimaran wieder zu Wasser gelassen 

Ziel wird die Route du Rhum

 
 
Samstag, 11. April 2026
 

Nach einem windigen, warmen 24 °C Donnerstag folgte eine sehr kalte Nacht auf Freitag. Der Trimaran SVR-Lazartigue wurde am 10. April 2026, bei absoluter Windstille in Concarneau/Finistere wieder zu Wasser gelassen.

 

Ein Meilenstein in der Vorbereitung auf die Route du Rhum 2026 für den jungen Skipper Tom Laperche.

Der Trimaran SVR-Lazartigue wurde am Freitag, dem 10. April 2026, im Hafen von Concarneau /Finistère in der Nähe der MerConcept Werkstätten zu Wasser gelassen, dem Team, das für die Vorbereitung und Entwicklung dieses Meeresriesen verantwortlich ist. Im Anschluss daran wurde der fast 36 Meter hohe Mast aufgestellt, ein Meilenstein bei der Vorbereitung des Bootes.

 

Diese Rückkehr ins Wasser markiert den Abschluss der Winterarbeiten, nach der Transat Café L’Or. Der Trimaran wird von Tom Laperche gesteuert, während Franck Cammas für die sportliche Leitung und die Entwicklung verantwortlich ist. Gemeinsam hatten sie sich auf der Strecke zwischen Le Havre und Fort-de-France, einer der großen Transatlantikregatten, durchgesetzt.

Das aktuelle Ziel

  die Route du Rhum  

Destination Guadeloupe 

 

deren Start am 1. November 2026 in Saint-Malo/Ille-et-Vilaine erfolgen wird. Zur Vorbereitung wurden mehrere Verbesserungen am Trimaran vorgenommen, insbesondere neue Foils und Ruder. Das Ziel ist es, die Stabilität und damit die Leistung zu verbessern, betont Franck Cammas.

 

Für Tom Laperche geht es darum, die in der vergangenen Saison erzielten Leistungen im Einhandsegeln zu bestätigen. „Wir werden in eine Einhand-Dynamik eintreten, mit der Route du Rhum im Visier“, verrät der Skipper, der den Winter genutzt hat, um an seiner körperlichen und technischen Vorbereitung zu arbeiten.

 

Die nächsten Wochen werden dem Segeln gewidmet sein, um die Weiterentwicklungen des Bootes zu validieren. Es folgen Wettkämpfe im Mittelmeer gegen die anderen Trimaranen der Ultim-Klasse, der Kategorie der Riesen-Trimaranen, bevor Anfang Juni ein Einhand-Überführungstörn und im Juli der Dhream Cup anstehen.

 

Dieser Stapellauf markiert somit den Beginn einer Aufholjagd hin zur Route du Rhum, einem der anspruchsvollsten Events im Hochseesegeln, bei dem jedes Detail den Ausschlag geben kann.

Der Trimaran SVR-Lazartigue war in der Vergangenheit bei starkem Wind und bei rauer See schwierig zu handhaben. Das Hauptziel wird sein, unter diesen Bedingungen an Stabilität zu gewinnen, insbesondere vor dem Wind. Die SVR-Lazartigue war auf reine Leistung ausgerichtet, manchmal auf Kosten der Stabilität. Heute strebt man nach einem optimalem Gleichgewicht. Das wird immer ein komplexer Kompromiss: Die Theorie drängt darauf, den Luftwiderstand zu minimieren, aber unter realen Bedingungen werden Stabilität und die Fähigkeit, eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit zu halten, entscheidend sein, erklärte Tom. In dieser Woche werden die Segeltörns in Concarneau wieder starten, um zu trainieren.

 

Das Ziel wird sein, die Weiterentwicklungen dieses Winters zu validieren und sich mit der Version 2026 auf den neuesten Stand bis Ende April zu bringen, um das beste Niveau zu erreichen. Das ganze Jahr wird auf die Route du Rhum ausgerichtet, denn das Hauptziel ist und bleibt die Route du Rhum. 

 

 

Achille Nebout gewinnt die Spi Ouest-France 

nach einem Kopf an Kopf Rennen 

bis zur letzten Wende

 

 
6. April 2026    20:00 Uhr
 

Bei dem ersten Rennen der Saison lieferten sich die Class40-Yachten während der vier Tage der 48. Ausgabe des Spi Ouest-France Banque Populaire Grand Ouest in La Trinité-sur-Mer in Morbihan, einen spannenden Kampf.

 

Letztendlich setzte sich die Crew von Skipper Achille Nebout auf Amarris am Montag, dem 6. April, in einem Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur Ziellinie gegen Guillaume Pirouelle und Cédric Chateau auf Sogestran Seafrigo durch.

 

Die Regatta Spi Ouest-France Banque Populaire Grand Ouest läutete vom 3. bis 6. April in La Trinité-sur-Mer den Saisonstart für die Class40 ein. Und das erste Rennen dieser Saison bot einen spannenden Kampf zwischen den Favoriten, aus dem schließlich der aus Lorient stammende Achille Nebout auf Amarris als Sieger hervorging.

 

Um Haaresbreite, wie sein Crewmitglied Ambrogio Beccaria erzählt, der seit Beginn seines Imoca-Projekts im vergangenen Jahr zum ersten Mal wieder auf einer Class40 im Rennen war: Vor dem Start am Montagmorgen wussten wir, dass wir in der Gesamtwertung an erster Stelle lagen, nur einen Punkt vor Guillaume Pirouelle und Cédric Chateau auf Sogestran Seafrigo. Um den Spi zu gewinnen, mussten wir nur einen Platz vor ihnen ins Ziel kommen. Im letzten Rennen lagen wir die ganze Zeit vorne. Aber an der letzten Boje wurde es sehr spannend…

 

Eine echte Regatta, wie sie der Spi zu bieten hat. Guillaume Pirouelle schildert die andere Sichtweise: Ganz am Ende kamen wir unter Spinnaker gut voran und schafften es, wieder auf die Höhe von Amarris zu kommen. Vor allem musste die Crew von Achille Nebout mit den IRC-Booten im Rennen um ihn herum ausweichen, was ihn zwang, an der letzten Boje weit außen zu fahren, um die kleineren Boote vorbeizulassen. „Wir dachten, wir wären von Guillaume und Cédric überholt worden“, präzisiert sogar Ambrogio Beccaria. „Letztendlich sind wir knapp vor ihnen ins Ziel gekommen, Seite an Seite! Hätten wir eine Wende machen müssen, wären wir dahinter gewesen, aber der Wind hat schließlich gedreht.

 

Die letzte Regatta des Oster-Wochenendes war ein Spiegelbild der vier Renntage: hart umkämpft, anspruchsvoll, manchmal sogar kräftezehrend aber warm. Man muss sagen, dass die knapp zwanzig Class40-Boote keine Pause hatten, mit zwei großen Küstenstrecken von 50 und 54 Meilen am Samstag und Sonntag. Wir sind außen um die Inseln herumgefahren. Hoëdic, Houat, der Süden von Belle-Île…, erzählt Guillaume Pirouelle, der kürzlich mit dem Sodebo-Team von Thomas Coville die Trophée Jules-Verne gewonnen hat. Wir mussten viele Manöver bei ziemlich starkem Wind durchführen. Aber das ist sehr gut für unsere Boote, die nicht für kurze Strecken ausgelegt sind. Das trainiert uns.

 

So konnten sie sich auch gegenseitig einschätzen, während das Teilnehmerfeld der Class40 stark besetzt war – Luca Rosetti, Pep Costa, Jules Bonnier…

 

Manche hatten es sogar so eilig, vor der Bucht von Quiberon gegeneinander anzutreten, dass die Crew von Alexis Loison ihn am Freitagmorgen am Kai vergessen hat.

 

Élodie Bonafous hingegen war an Bord der Plastic Odyssey und stand das ganze Wochenende am Ruder. Die 30-jährige Skipperin fand zwischen zwei Imoca-Segeltörns eine Lücke in ihrem Terminkalender, um am Spi teilzunehmen: Es ist toll, in einer so engen Flotte zu segeln, das ist ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Das Niveau auf der Rennstrecke ist hoch!

 

Die meisten werden Ende April nach La Trinité-sur-Mer zurückkehren, um an der Trin40 teilzunehmen, dem ersten Einhandrennen der Saison. Im Visier haben sie bereits die Route du Rhum am Ende des Jahres.

 

 

Spi Ouest-France

Banque Populaire Grand Ouest

 

 
Ostermontag, 6.April 2026
 

Der dritte Regattatag bot bei angenehmen Wetterbedingungen – 10 Knoten Westwind und ruhige See in der Bucht von Quiberon – spannende Duelle auf der Spi Ouest-France. Hier sind alle Wertungen nach drei Renntagen. Auf dem Programm standen je nach Serie Rundkurs- oder Küstenregatten: Alle machten sich auf die Jagd nach den besten Optionen… und den ersten Plätzen! Schon am Morgen glättete ein Westwind von knapp zehn Knoten die Bucht von Quiberon, bevor er am späten Vormittag auf 7 bis 8 Knoten abflaute, was das Rennen taktischer machte und die Crews zwang, bei ihren Entscheidungen umsichtig zu planen, um nicht in die Falle zu tappen.

 

 

 

Die ersten Sieger der Spi

 

Ostersonntag, 5.April

 

Auf der Handicap-Strecke war das Spektakel an diesem letzten Renntag ebenso spannend wie inspirierend. Auf dem Wasser absolvierten die Crews die Rennen mit Entschlossenheit, lieferten sich spannende Duelle und verkörperten perfekt den Geist des Segelsports: zugänglich, anspruchsvoll und gemeinschaftlich. Unter den abwechslungsreichen Bedingungen dieser drei Renntage konnte jeder seinen Platz finden und sein Talent unter Beweis stellen, in einer Atmosphäre, die sowohl von Wettkampfgeist als auch von tiefer Solidarität geprägt war.

Wie Jean-Luc Denéchau, Präsident des französischen Segelverbands, betont: „Der Behindertensport ist seit langem fester Bestandteil des Verbands. Von unseren 1.100 Vereinen sind mehr als 300 in der Lage, Menschen mit Behinderung aufzunehmen. Es ist daher wichtig, dass sie hier beim Spi vertreten ist, um zu zeigen, dass es sie gibt … und dass sie voll und ganz Teil des Festes ist. 

 

Luc Cantelaube, der bereits 2025 den Spi gewonnen hatte, bestätigte seinen Erfolg 2026 mit einem Sieg in der Hansa 303 Mono an Bord der „Boubou“. In der Hansa 303 Doppel ging der Sieg an das Duo Noémie Menard und Caroline Anse Ferronnière, die während des gesamten Rennens eine hervorragende Leistung zeigten. Schließlich sicherte sich in der Mini J Hervé Tourneux am Ruder der „Boule de Zen“ den ersten Platz auf dem Podium.

 

Romain Troublé, verantwortlich für Navigation und Strategie an Bord der neuen KER 40 „WHIM“, nach dem Wetterbericht von Jean-Yves Bernot: „Jean-Yves Bernot ist der Lehrer, seit wir Kinder sind, hören wir auf das, was er sagt… und wir lernen immer noch dazu! An Bord der WHIM läuft alles super. Wir hatten traumhafte Bedingungen mit 18 bis 20 Knoten Wind und leichtem Seegang. Die Wettfahrtleitung hat uns eine fantastische Küstenregatta von etwa 50 Seemeilen angeboten: Wir sind um die Bucht herumgefahren, bis nach Belle-Île, und haben mit dem Boot bei 18 bis 20 Knoten gesurft. Das ist ein echtes Vergnügen, auch wenn das Boot ein bisschen nass ist! »

 

Arnaud Boissières, Großsegeltrimmer auf der J Lance J99: «Es läuft sehr gut, mit einer eingespielten Crew, die es gewohnt ist, gemeinsam zu segeln. Wir sind zu sechst an Bord, und das funktioniert gut. Gestern war die große Küstenregatta für mich der schönste Moment. Küstenstrecken können manchmal lang sein, aber diesmal war es wirklich interessant, sowohl vom Segeln als auch aus „touristischer“ Sicht. Und außerdem läuft das Boot gut, das ist also ziemlich cool! Der Wechsel von einem großen Boot wie einer Imoca zu einem kleineren IRC-Boot tut gut: Es ist schön, wieder im Team zu segeln.

 

David Sineau, Steuermann der 31.7 Mousaillon: „Wie immer läuft es gut! Ich habe eine kleine Tradition beim Spi Ouest-France: Ich segle hier mit einer 31.7 zusammen mit meinen alten Freunden von vor 30 Jahren. Wir machen einen Spi ganz unter Freunden, und das ist etwas ganz Besonderes. Die Bedingungen sind dieses Jahr wirklich ideal, vor allem gestern und vorgestern, mit 20 Knoten und einer recht gut zu bewältigenden See. Wir haben es richtig genossen! Heute waren wir etwas weniger leistungsstark, aber die vergangenen Tage waren wirklich top.“

 

Jade Ballon, Großsegeltrimmerin der 31.7 Salicorne: „Die Spi Ouest-France läuft wirklich sehr gut! Mit Sonnenschein ist es noch besser, aber auf jeden Fall haben wir viel Spaß auf dem Wasser. An Bord sind wir vor allem da, um schöne Momente zu teilen und gemeinsam zu lachen, mehr als um um jeden Preis zu gewinnen. Und das macht den Unterschied: Die Stimmung ist genial! Für manche ist das schon Routine, aber für andere – darunter auch mich – ist es das erste Mal. Und ganz klar, das macht Lust, wiederzukommen! Wir kommen aus Paris… auch wenn wir lieber Concarneau gesagt hätten, das klang doch viel maritimer!“

 

Estelle Greck, Nr. 1 auf der Open 7,50 Screb – Insperial : „Es läuft ziemlich gut! Wir sind sehr zufrieden, vor allem bei den tollen Bedingungen, die wir hatten. Wir haben seit drei Tagen ein Rennen nach dem anderen – vier, dann drei, dann wieder vier –, das Tempo ist also hoch und es ist wirklich cool. An Bord läuft alles sehr gut. Was die Ergebnisse angeht, sagen wir mal, es ist weder schlecht noch außergewöhnlich … aber wir sind zufrieden und vor allem motiviert, es morgen noch besser zu machen. Was am Spi auch toll ist, ist die Atmosphäre: Profis und Amateure mischen sich, und alle teilen sich denselben Spielplatz. Auf dem Wasser ist es beeindruckend, so viele Boote zu sehen, vor allem wenn die Spinnaker gesetzt sind – das Spektakel ist unglaublich! 

 

 

 

Beim Spi Ouest-France überreichte der

„Rond Handicap“ seine Preise

 

Am Sonntag, dem 5. April, überreichte der junge Marin Guerrier, Held der Fernsehserie „Sur la route avec Matt Pokora“, in La Trinité-sur-Mer/Morbihan die Preise für diesen vor drei Jahren ins Leben gerufenen Wettbewerb im Rahmen des Spi Ouest-France Banque Populaire, bei dem vierzehn Segler gegeneinander antraten

 

Festliche Stimmung herrschte an diesem Sonntag, dem 5. April, unter dem großen Festzelt der Spi Ouest-France Banque Populaire bei der Preisverleihung für die Handicap-Regatta. Vierzehn Teilnehmer traten in drei Kategorien bei dieser Regatta an, die seit drei Jahren besteht. Die Segler, die in Handicap-Booten segeln, sind echte Segler, daher war es wichtig, dass sie ihre eigene Regatta haben, erinnert Thierry Bujon de l’Estang, Präsident der SNT, die die Spi-Regatten organisiert. 

 

Der Geist des Segelsports ist Inklusion, er ist Teilen. Und in dieser Hinsicht sind unsere Ziele ganz klar: Wir wollen den Handicap-Sport ausbauen und gemeinsam mit dem Hafen an einer besseren Ausstattung arbeiten. Und eines Tages wollen wir unbedingt eine Handicap-Europameisterschaft ausrichten!

 

Die Handicap-Regatta bringt Menschen mit Behinderung und Nichtbehinderte zusammen, erklärt Jean-Luc Denéchau, Präsident des französischen Segelverbands. Der Geist dahinter ist ernst gemeint: gemeinsam etwas erreichen zu können. Wir alle können voneinander lernen. Dafür ist diese Sportart einfach großartig! Die Preise wurden vom jungen Marin Guerrier überreicht, dem Helden der Fernsehserie „Sur la route avec Matt Pokora“ und Sohn von Nathalie Guerrier, der Gründerin von Handirect, einem Partner des Rond.

 

Spi Ouest-France 

Ein anspruchsvoller, aber angenehmer Tag 

für die 2000 Segler in La Trinité-sur-Mer

 

 
Ostersonntag, 5.April 2026

 

Ostersamstag war der zweite Renntag beim Spi Ouest-France Banque Populaire Grand Ouest. Fast 390 Crews nahmen gemeinsam Kurs auf das offene Meer und boten im Kanal von La Trinité-sur-Mer vor den Augen eines begeisterten Publikums ein großartiges Spektakel, nur der frische Wind kühlte einen Menschen nach 6 Stunden etwas aus. Wir hatten Temperaturen von 11 Grad Wasser und 15 Luft bei 20 bis 25 Knoten Wind.

 

Die Spi Ouest-France Banque Populaire Grand Ouest findet bis Montag, den 6. April, in La Trinité-sur-Mer/Morbihan statt. Am zweiten Renntag mussten sich die über 2.000 Regattasegler mit einer raueren See als am Vortag auseinandersetzen, was zu einem spannenden Kampf in der Bucht von Quiberon führte. Fast 390 Crews nahmen gemeinsam Kurs auf das offene Meer und boten im Kanal von La Trinité-sur-Mer vor den Augen eines begeisterten Publikums ein großartiges Spektakel.

 

Anschließend begaben sich die Teilnehmer zu ihren jeweiligen Regattakursen, und die Regattaleitungen konnten den Startschuss geben. Die ersten Rennen starteten um 11:00 Uhr bei 15 Knoten Wind, der im Laufe des Tages zunehmend an Stärke gewann. Unter strahlend blauem Himmel und auf leicht bewegter See boten die Bedingungen ein ideales Spielfeld … und ein grandioses Spektakel. Auf dem Programm standen festgelegte Strecken und lange Küstenrennen zwischen 21 und 50 Seemeilen, je nach Serie. Ein grandioser Abschluss mit einer Ankunft unter Spinnaker für alle: Dutzende bunter Segel am Eingang des Fahrwassers, eine herrliche Farbexplosion auf dem Wasser… ein magisches Finale.

 

Die gezeichneten Gesichter der Class40-Skipper sprachen Bände über den Tag auf See an diesem Samstag, dem 4. April. „Wir sind völlig erschöpft“, sagte sogar Achille Nebout am Fuße seiner Segelyacht Amarris. Die Class40-Flotte, die um 9:30 Uhr gestartet war und nach 17 Uhr in den Hafen zurückkehrte, war mit namhaften Teilnehmern stark besetzt – Pep Costa, Pierre Quiroga, Élodie Bonafous, Michel Desjoyeaux, Charlotte Yven, Alexis Loison… – und legte an diesem zweiten Renntag vor der Bucht von Quiberon eine lange Küstenstrecke von 50 Meilen zurück.

 

„Wir mussten viele Am-Wind-Kurse fahren, zahlreiche Segelwechsel und Manöver durchführen … Es war lang und bei anspruchsvollen Bedingungen!“, fügte Achille Nebout hinzu, dessen Projekt in Lorient beheimatet ist. „Das ist für unsere Boote nicht einfach, selbst mit Crew. Man muss immer aufmerksam bleiben.“ Ein Spinnaker, der ins Wasser fällt, eine Berührung mit einem Konkurrenten direkt nach dem Start, ein Duell bis zum Schluss mit VSF Sports… Der Tag war alles andere als einfach für Amarris, das am Freitag, dem 3. April, das erste Rennen gewonnen hatte.

 

Catherine Chabaud, Ministerin für Meeresangelegenheiten und Fischerei (ex Vendée Globe Teilnehmerin): „Die Spi Ouest-France Banque Populaire Grand Ouest ist ein großes Segel-Event, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Hier kommen alle Generationen und alle Leistungsstufen in einer außergewöhnlichen Kulisse zusammen, hier in der Bucht von Quiberon. Diese Veranstaltung bedeutet mir sehr viel, ich bin dort schon seit 1985 am Start, und es ist immer wieder eine Freude, dorthin zurückzukehren.

 

Auch wenn ich dieses Jahr nicht an den Start gehe, komme ich, um die Welt der Segler wiederzusehen. Das ist wirklich meine Familie. Und das Spektakel auf dem Wasser, ist immer magisch. 

Als Ministerin für Meeresangelegenheiten setze ich mich auch sehr für die Situation der Fischer ein. Ich bin hierhergekommen, um die Segler zu begrüßen, aber auch, um mich von ihrer Welt inspirieren zu lassen und über Lösungen nachzudenken, insbesondere zur Dekarbonisierung der Fischereiflotte.

Der Segelsport kann eine Quelle der Innovation sein: Segeln, Kitesurfen … all das sind Ansätze, um die Fischerei weiterzuentwickeln. Das sind große Herausforderungen, und es ist unerlässlich, den Fischern zu ermöglichen, ihren Beruf weiterhin auszuüben.“

 

Gaël Le Cléac’h, Skipper der Open 5.70 All Purpose„In der Open 5.70 macht es sehr viel Spaß, es ist toll … aber es ist nass! Wir sind trotzdem klatschnass. Es ist ein spannendes Rennen, es läuft gut, und wir sind froh, dass wir es geschafft haben. Dennoch ist es eine sehr junge Regattaserie mit Crews, die richtig Gas geben. Aber genau das macht den Reiz aus: Die Serie ist wirklich sehr dynamisch. Und vor allem ist sie super organisiert, die Rennleitung auf dem Wasser ist top.“ 

 

Marc Vaillier, Crewmitglied an Bord der Spacer (Sun Fast 3200) : „Mein erster Spi Ouest-France war 1983, auf einem alten Half-Tonner… Dieses Jahr segle ich auf einer Sun Fast 3200, einem Boot, an dessen Entwicklung ich beteiligt war. Das ist für mich heute praktischer: So fühle ich mich an Bord wohl und habe weiterhin Spaß daran. Die Spi ist vor allem zu einem Treffpunkt geworden, um Freunde wiederzusehen, gesellige Momente zu teilen und die Zeit auf dem Wasser zu genießen. Lange Zeit war es für mich fast wie Arbeit. Heute ist davon noch ein bisschen übrig, aber es ist vor allem Freizeit und Vergnügen.“

 

Kevin Peponnet, Steuermann der Class40 Amarris: „Es ist mal etwas anderes, auf einer Class40 zu segeln! Das ist sozusagen das fehlende Puzzlestück in meinem Repertoire. Wie Achille (Nebout) sagt, segeln wir hier zwar auf kürzeren Strecken als es bei diesen Offshore-Booten üblich ist. Aber es ist wirklich toll, mit Freunden zu segeln und diese Erfahrung auf hoher See zu genießen. Sobald ich die Gelegenheit habe, auf solchen Booten zu segeln, bin ich dabei – und hier, dazu noch mit Freunden, macht es wirklich Spaß. Den Spi habe ich schon oft gesegelt, vor allem auf der Diam 24 zwischen 2016 und 2020, und auch bei einigen Ausgaben der Open 7.50. Aber hier ist es eine Premiere in der Class40, sogar meine erste Fahrt auf diesem Boot. Ich bin angenehm überrascht: Trotz seiner 40 Fuß und seiner imposanten Erscheinung liegt das Boot sehr leicht am Ruder, es gleitet schnell, das ist super angenehm.“

 

Achille Nebout, Skipper der Class40 Almarris: „Die Bedingungen ändern sich heute ein wenig: weniger Regen, vielleicht mehr Sonne am Nachmittag. Der Wind hat um 90 Grad nach links gedreht, er kommt nun direkt aus Süden, daher wird es sicher etwas mehr Seegang geben. Aber für unsere Boote ist das nichts Ungewöhnliches, das wird für uns kein großes Problem sein. Heute geht es auf eine große Strecke, wir werden segeln, Richtung Belle-Île fahren, an den Inseln entlangfahren … es verspricht ein schöner Tag auf dem Wasser zu werden. Sportlich läuft es ziemlich gut: Wir haben das gestrige Rennen gewonnen, was ermutigend ist, da sich die Crew nicht unbedingt kannte und einige das Boot erst kennenlernten. Das ist ein guter Einstieg. Die Idee ist, diese Dynamik beizubehalten, dabei Spaß unter Freunden zu haben und sauber zu segeln. »

 

Franck Le Gal, an Bord der Pen Koent (IRC3): « Die Spi? Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich schon dabei war… vielleicht zwanzig Mal! Es ist ein Event, das ich gut kenne. Dieses Jahr segle ich in der IRC3 auf der Pen Koent, einer First 40.7 unter dem Skipper Manu Le Men. Wir hatten den Spi vor 5 oder 6 Jahren gewonnen, und sie haben mich wieder eingeladen, also bin ich gerne zurückgekommen. An Bord bin ich für die Trimmarbeiten zuständig. Der Spi ist wirklich der Schulanfang des Segelsports: man trifft die Profis, die alten Hasen wie mich, aber auch viele versierte, leidenschaftliche Amateure. Es ist eine einzigartige Mischung, und genau das macht den ganzen Charme der Veranstaltung aus. Auf dem Wasser läuft die Regatta gut! In der IRC3 gibt es echte Duelle, und selbst in Echtzeit liefern wir uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den A35, die nicht weit hinter uns liegen, was uns zu Höchstleistungen anspornt. Und dann ist die Organisation gut eingespielt: Nach all den Jahren läuft alles wie am Schnürchen, die Wendemanöver sind gut organisiert… es ist wirklich angenehm, hier zu segeln.“

 

Sandrine, Crewmitglied an Bord der Grand Surprise Energumène nach dem Wetterbericht von Jean-Yves Bernot: „Ich segle auf einer Grand Surprise als Nummer 1. Ich habe schon an einigen Spi-Regatten teilgenommen, vielleicht an drei, daher kenne ich die Veranstaltung mittlerweile gut. Der Wetterbericht am Morgen ist für uns vor allem eine zusätzliche Informationsquelle. Er ist interessant, um Details zu verfeinern, wie die Positionierung auf dem Revier oder die Startoptionen. Das sind kleine Zusatzinformationen. Die Spi ist für uns ein unverzichtbares Ereignis. Wir kommen mit einer Gruppe von Freunden, mit denen wir in Belgien segeln; wir segeln den ganzen Winter über gemeinsam Regatten, und hier ist es so etwas wie ein Übergang: das Ende der Wintersaison und der Start in die Saison mit milderen Bedingungen. Da ist die Stimmung, die Party, die Freude am Segeln, aber auch das Niveau, das durch die Anwesenheit von Profis auf denselben Kursen noch einmal gesteigert wird. Es ist eine einzigartige Mischung aus Wettkampf und Geselligkeit und zudem eine gute Vorbereitung auf den Sommer.“

 

Spi Ouest-France  

400 Boote liefern sich ein hartes Rennen 

in La Trinité-sur-Mer

 
Samstag, 4.April 2026
 

Seit Karfreitag bis Ostermontag wird die größte Regatta Frankreichs in der Bucht von Quiberon in vollem Gange sein.

24 Bootsklassen und mehr als 2.000 Crewmitglieder sind gemeldet. Und die erwarteten Wetterbedingungen versprechen spannende Wettkämpfe auf dem Wasser.

 

Hatten wir am Morgen noch Regenschauer, stoppte der auffrischende Wind gegen 10 Uhr den Regen und gegen Mittag kam die Sonne hervor. Den ganzen Tag wehte für die Jahreszeit ein angenehmer Wind mit 25 Knoten und 16 Grad auf dem Wasser. Die Wassertemperaturen liegen bei 11 Grad, also Kentern sollte jeder Segler vermeiden. 

 

Die 1978 gegründete Spi Ouest-France kehrt jedes Jahr am langen Osterwochenende nach La Trinité-sur-Mer zurück. Zwei Jahre vor dem 50-jährigen Jubiläum feiert diese Regatta ihre 48. Ausgabe in einem Hafen, der seit 2024 große Veränderungen erfahren hat.

 

391 Boote, 2.100 Regattateilnehmer

 

Mit knapp 400 gemeldeten Booten verzeichnet die 48. Ausgabe einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als mehr als 460 Boote am Start waren.

 

Dieser Rückgang lässt sich insbesondere durch die geringe Anzahl gemeldeter J70 und das Fehlen zahlreicher IRC-Doppel-Duos erklären, die sich für die Cap Martinique schonen, deren Start am 19. April folgt mit 50 gemeldeten Booten. Dennoch werden sich auch außerhalb der Schulferien während dieser vier Regattatage mehr als 2.100 Crewmitglieder auf den fünf in der Bucht von Quiberon eingerichteten Regattastrecken treffen.

 

24 Klassen

 

Wie bei jeder Ausgabe versammelt die Spi Ouest-France Banque Populaire Grand Ouest auf dem Wasser eine große Anzahl von Bootsklassen mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Von Einrumpf-Einheitsklassen wie der J80 mit 51 Booten und der Figaro 3 mit 19 Booten über die IRC-Klasse, die einen Großteil der schnellen Renn- und Kreuzfahrtboote umfasst, bis hin zu den Multi 2000. Seit zwei Ausgaben begrüßt die Spi auch zwei Kategorien kleiner Segelboote für Segler mit Handicap - die Mini J ist die ehemalige Paralympics-Serie und die Hansa.

 

Figaro 3

 

Kaum haben sie die Trophée Laura-Vergne hinter sich gebracht, werden viele der Figaro-Segler erneut vier Tage lang bei der Spi Ouest-France Banque Populaire gegeneinander antreten. 19 von ihnen werden in Crews oder als Zweiermannschaften an den Start gehen, um sich auf die Trophée BPGO vorzubereiten, die ab dem 15. April in Concarneau stattfindet. Am Ruder stehen erfahrene und bekannte Skipper, aber auch der Nachwuchs der jungen Wilden wie Tom Goron, Victor Le Pape, Eliott Coville, Pierrig de Kerdrel und Gustave Liot.

 

Die Stars

 

An den Startlinien stehen wie jedes Jahr hochkarätige Segler, Spi-Stammgäste und neue Herausforderer, die fest entschlossen sind, eine führende Rolle zu spielen.

Auf den Stegen trifft man unter anderem auf Yoann Richomme, den Zweitplatzierten der Vendée Globe 2024–2025, Nicolas Lunven, Basile Bourgnon, Lois Berrehar, Benjamin Dutreux, Alexis Loison, Damien Seguin, Kevin Peponnet, Erwan Tabarly sowie Nicolas Troussel und Guillaume Pirouelle, die kürzlich mit der Sodebo die Jules-Verne-Trophäe gewonnen haben.  

 

Die Spi ist das große Highlight zu Beginn der Saison. Eine Mannschaftsregatta mit vielen Booten und vielen Menschen auf dem Wasser wie an Land. Es ist immer eine Freude, nach La Trinité zu kommen, das Revier ist top, man kann unter fast allen Bedingungen segeln. Und es wird ein tolles Wochenende!

 

 

 

Vendée Arctique

Eine noch nie dagewesene Strecke

 Zehn Skipper starten in Les Sables-d’Olonne

 

 
Karfreitag 3. April 2026
 

Als erstes Qualifikationsrennen für die Vendée Globe 2028 startet die Vendée Arctique am kommenden 7. Juni in Les Sables-d’Olonne zu ihrer dritten Ausgabe.

 

Zu den zehn Teilnehmern, die für den Start dieses neuartigen Einhandrennens gemeldet sind, gehören Violette Dorange, der Brite Sam Goodchild und Arnaud Boissières aus der Vendée.

 

Die Vendée Arctique ist ein Einhandrennen ohne Zwischenstopps und ohne Unterstützung und gilt als erstes Qualifikationsrennen für die nächste Vendée Globe im Jahr 2028. Die dritte Ausgabe startet in Les Sables-d’Olonne mit einem vielseitigen Teilnehmerfeld an der Startlinie. 

 

Unter ihnen werden Violette Dorange auf Initiatives Cœur, Sam Goodchild auf MACIF Santé Prévoyance und Arnaud Boissères auf April Marine versuchen, den Polarkreis zu überqueren, bevor sie an die Küste der Vendée zurückkehren.

 

„Das wird kein Zuckerschlecken“

 

Wir bieten eine innovative Route, die in ihrer Freiheit beispiellos ist, kündigt Mathias Louarn, der Rennleiter, an. Es gibt keinen festgelegten Wendepunkt, wie man ihn bei anderen Transatlantikregatten oder einer Weltumsegelung findet.

 

Jeder kann fahren, wohin er will. Das Ziel ist es, den Polarkreis zu überqueren, bevor man nach Les Sables-d’Olonne zurückkehrt. Die Vendée Arctique hat den Ruf, schwierig und besonders unberechenbar zu sein, aufgrund ihrer extremen Bedingungen und der Tiefdruckgebiete, die auf dem Weg in den hohen Norden überraschend auftreten können, so Alain Lebœuf, Präsident des Departementsrats.

 

Während die Anmeldefrist am 11. Mai endet, stehen bereits zehn Skipper darunter sieben Neulinge als Teilnehmer für die Vendée Arctique fest, Charlie Dahlin gewann 2022. Zehn Teilnehmer zeigen, dass es sich um ein anspruchsvolles, hart umkämpftes Rennen handelt, das nicht für jedermann zugänglich ist, betont Mathias Louarn. Diejenigen, die kommen, wissen, worauf sie sich einlassen. Man muss sich bewusst sein, dass dies kein Zuckerschlecken sein wird.

 

 

 

Corentin Horeau, der Nachfolger

von Isabelle Joschke bei MACSF,

startet sein neues Projekt.

 

 

In Lorient wurde die neue IMOCA MACSF zu Wasser gelassen, womit das von Corentin Horeau geleitete Sportprojekt offiziell gestartet wurde.

Er tritt die Nachfolge von Isabelle Joschke an, die bei der letzten Vendée Globe nach 85 Tagen ins Ziel kam. 

 

Corentin kennt seine neue Imoca bereits gut. Es ist die ehemalige Paprec Arkea, die bei der letzten Vendée Globe unter der Führung von Yoann Richomme den zweiten Platz belegte.

 

Yoann trainierte Corentin letzte Saison auf diesem Boot. Auf einem zuverlässigen Boot zu segeln, das sein Potenzial bei der letzten Vendée Globe unter Beweis gestellt hat und das ich bereits letztes Jahr an der Seite von Yoann in die Hand genommen habe, ist eine außergewöhnliche Gelegenheit“, freut sich Corentin Horeau in einer Pressemitteilung. Das Ziel ist nun klar: viel segeln, schnell lernen und die Leistung schrittweise steigern, schreibt Corentin Horeau.

 

Der Skipper wird im Mai am 1000 Race, im Juni an der Vendée Arctique und im September am Défi Azimut teilnehmen und die Saison mit der Route du Rhum, dem wichtigsten Rennen der Saison, abschließen.

 

 

 

Elodie Bonafous trainiert mit ihrer IMOCA

vor der Küste der Bretagne.

 

 

 

 

Die Ankunft von Guirec Soudée

in Brest nach seiner Weltumsegelung

in umgekehrter Richtung

 

 

30. März 2026 

 

Wenige Stunden, nachdem er zum ersten Mal seit 95 Tagen wieder festen Boden unter den Füßen hatte, stellte sich Guirec Soudée mit einem goldenen Sonnenuntergang den Fragen der Pressekonferenz. Trotz seiner offensichtlichen Frische verriet der Segler, dass er seit drei Monaten nur 2–3 Stunden pro Tag geschlafen habe.

 

Das Geheimnis ist die Vorbereitung, ich habe kein konkretes Geheimnis. Doch… ich rasiere mich! Ich bin gerne gepflegt und ich schlafe von Natur aus nicht viel. Während der Weltumsegelung habe ich zwischen 2 und 3 Stunden pro 24 Stunden geschlafen. Heute Nacht habe ich wohl 30 bis 40 Minuten geschlafen, in Abschnitten von 5 bis 10 Minuten, weil wir auf der Zielgeraden sind und es viel Verkehr gibt… Aber sobald ich konnte, habe ich versucht, mich auszuruhen und auf meinen Körper zu hören.

 

Es sind nach wie vor sehr körperlich anstrengende Boote: Ich habe auf der Weltumsegelung etwa 130 Halsen gemacht, was keine Kleinigkeit ist. Ich hatte technische Probleme, die aber zu bewältigen waren, abgesehen vom Ruder, das mich wirklich behindert hat. Ohne das hätte ich eindeutig früher ankommen können.

 

 

Technische Bilanz

 

Das erste große Problem war der Foil-Schacht an Steuerbord, der bei den Falklandinseln gebrochen ist. Das Foil war also ziemlich früh hinüber. Das eigentliche große Problem war dann das Ruder. Danach gab es nur noch kleinere Probleme: Elektronik, gerissene Leinen, Klemmen… nichts Ernstes. Ich hatte das Glück, ein sehr gut vorbereitetes Boot zu haben, mit einem super Team, insbesondere Alain Gautier und anderen sehr erfahrenen Leuten. Ich bin mit einem Boot in Topform gestartet.

 

 

Zum Ruderdefekt und dem Zustand des Bootes

 

Das Problem ist, dass diese Boote sehr schnell beschleunigen: Man will bei 17 Knoten bleiben, und plötzlich ist man bei 25 oder 30. Mit einem beschädigten Ruder wird das schwierig zu handhaben. Am Ende konnte ich nicht mehr wirklich beschleunigen, aus Angst, es komplett zu zerbrechen und in Küstennähe ein großes Problem zu bekommen. Das war frustrierend, aber man musste vorsichtig sein. Mein Glück war, dass ich hauptsächlich auf Backbordkurs segelte. Auf der gesamten Atlantiküberquerung segelte ich zu 90 % auf Steuerbordkurs. Was das Boot angeht, wird eine gründliche Überprüfung nötig sein. 90 Tage auf See unter harten Bedingungen hinterlassen Spuren. Die Rümpfe und die Strukturen müssen überprüft werden … da gibt es einiges zu tun.

 

 

Umgang mit Müdigkeit und Schlaf

 

Das war das Komplizierteste. Man ist ständig in Alarmbereitschaft. Ich hatte das Glück, von Jean-Baptiste Le Vaillant als Coach begleitet zu werden. Dieses Boot habe ich ganz allein gekauft. Ich habe mein Haus als Sicherheit gestellt, daher durfte ich mir keinen Fehler leisten. Ich hatte sogar Albträume, in denen das Boot kenterte. Auf einem Mehrrumpfboot ist es vorbei, wenn du nicht im richtigen Moment da bist, um das Segel zu fieren. Manchmal wirst du von einer Böe überrascht und kannst das Segel nicht einmal mehr reduzieren. Dann musst du es einfach aushalten. Ich hatte noch nie so harte Bedingungen auf einem Mehrrumpfboot erlebt. Nach Kap Hoorn hatte ich 40 Knoten, 6 Meter hohe Wellen, nahe der Küste… Du weißt, dass du bei einem Problem schnell auf den Felsen landen kannst. In solchen Momenten schläfst du nicht.

 

 

Die schwierigsten Momente

 

Nach Kap Hoorn waren die Bedingungen sehr hart: 40 Knoten Wind, 6 Meter hohe Wellen, Seitenwind – das Schlimmste, was einem Mehrrumpfboot passieren kann. Unter diesen Bedingungen weiß der Autopilot nicht mehr, ob er nach Luv oder nach Lee steuern soll, und man kann nicht schlafen. Ich hatte auch mehrere Phasen mit sehr starkem Gegenwind, in denen ich fast anhalten musste. Diese Boote sind dafür nicht ausgelegt.

 

 

Die Beziehung zur Reise

 

Die Osterinsel, die Marquesas, Australien, Afrika zu sehen … das ist greifbar. Man wird sich der Reise bewusst. Auf der Osterinsel habe ich Fischer gesehen, die auf mich zukamen und mich einluden … Es ist frustrierend, nicht anlegen zu können, aber es sind unglaubliche Momente.

 

 

Was kommt als Nächstes?

 

Ich möchte viel unternehmen, aber kurzfristig denke ich an die Route du Rhum und die Arkéa Ultim Challenge. Diesmal wird es volles Segel vor dem Wind geben, also ein ganz anderes Vergnügen.

 

 

Sein ungewöhnlicher Werdegang

 

Ich habe nicht die klassischen Wege wie die Mini Transat oder die Figaro eingeschlagen, sondern bin meinen eigenen Weg gegangen. Ich weiß nicht, wie mich die anderen Segler sehen, aber das ist mir nicht wichtig. Dieser Rekord passte auch zu meinem Profil als Abenteurer. Ich glaube, ich bin klug gesegelt und habe das Boot geschont. Bei diesem Projekt wäre es ein Fehler gewesen, ständig Vollgas zu geben.

 

 

Die Rolle des Teams und des Glücks

 

Es ist ein Gemeinschaftsprojekt. Zwischen den Partnern, der Technik, dem Wetter und der Navigation zählt alles. Und es spielt auch eine echte Portion Glück eine Rolle. 30 % Partner, 30 % Technik, 30 % Wetter und 10 % ich. Und es gibt einen echten Glücksfaktor. Gleich hinter der Ziellinie bekam ich eine Welle voll ins Ruder. Hätte mich das bei 30 Knoten erwischt, hätte ich einen Ruderschaden.

 

 

Allein oder mit Crew?

Ich habe mir die beiden Versuche einer Weltumsegelung mit Crew genau angesehen. Das macht Lust darauf. Wenn man Segler wie Thomas Coville sieht, die eine Weltumsegelung in 40 Tagen schaffen, lässt das einen träumen. Ich bin im Dezember gestartet und komme fast im April zurück…

 

 

Zur Route du Rhum

 

Alles, was am Boot zu tun war, ist erledigt. Das Boot ist älter und daher weniger leistungsstark als die neueren Ultim-Boote. Bei einer Transatlantikregatta wird es schwierig sein, mitzuhalten. Wir werden wieder T-Ruder einbauen, um die Leistung zu steigern, ohne jedoch alles umbauen zu wollen: Die Kosten wären enorm. Das Projekt hängt auch von den Partnern ab, und das ist derzeit nicht der einfachste Teil. Es liegt noch ein langer

Weg vor uns. 

 

MACSF wird sich mit Corentin Horeau auf die nächste Vendée Globe konzentrieren, daher muss ich einen anderen Partner für die Route du Rhum finden. Das war vorgesehen. Wir sind im Gespräch mit Unternehmen, aber angesichts der aktuellen Lage… Aber wir haben eine gute Dynamik, eine schöne Geschichte, und ich glaube daran. Wir hoffen, weiterhin Träume zu wecken...

 

 

 

Gitana 18 

 

Sonntrag, 29. März 2026 
 

Das neue Video ganz frisch verfügbar. Heute um 14:00 Uhr schien Lorient noch die Sonne, bei schwachen Westwinden.

 

 

Gitana 18  Flying offshore

 

 

Lennart Burke und Melwin Fink

Around the World

 

Freitag, 27. März 2026 
 

Es ist eure Entscheidung ob ihr Fans seit oder keine Zeit habt.

 

 

Around  the World Teaser

 

Hugo Cardon 

behält das Ziel im Auge

 

Mittwoch, 25. März 2026 
 

Hugo Cardon, sieht den Horizont heller werden. Mit der Route du Rhum 2030 im Visier baut der Skipper aus Sarthe geduldig an seinem Projekt, ohne Etappen zu überspringen oder seinem Heimatdepartement den Rücken zu kehren. Hugo Cardon segelt gelassen auf seine neue Saison zu. 

 

Der 23-Jährige aus Sarthe hat sich in der Szene einen Namen gemacht, nachdem er bei der zweiten Etappe der Solitaire du Figaro 2025 zwischen der Bucht von Morlaix und Vigo seinen ersten Sieg errungen hatte, obwohl er das Rennen zum ersten Mal bestritt. Eine Leistung, die umso bemerkenswerter ist, als der Skipper hinter den Kulissen, wenige Tage vor dem Start, noch darum kämpfte, sein Budget aufzubringen. Heute scheint sich der Horizont weiter aufgehellt zu haben: Der Sieg gibt den Partnern Vertrauen.

 

Alle, die ich letztes Jahr hatte, haben für ein weiteres Jahr verlängert. Und andere haben sich mir bei diesem Abenteuer angeschlossen. Das Ergebnis einer klug geplanten Karriere, ohne Etappen zu überspringen. Obwohl er sein Projekt auf die Teilnahme an der Route du Rhum 2030 ausgerichtet hatte, beschloss Hugo Cardon, eine weitere Saison in der Figaro-Klasse zu fahren. 

 

Ich entwerfe eine Art Lebensplan. Die Verbindung von sportlichem und wirtschaftlichem Aspekt erfordert Geduld. Indem ich die Stufen eine nach der anderen erklimme, kann ich Sponsoren mit an Bord holen, die diese Welt des Segelsports entdecken, erklärt derjenige, der seine ersten Schritte im Optimist in La Gémerie in Arnage gemacht hat, weit, sehr weit von der Küste entfernt. Eine Besonderheit, die er nach wie vor pflegt. Das Ziel ist es, ein zu 100 % aus der Sarthe stammendes Projekt zu präsentieren, abgesehen von einigen technischen Partnern. Ich sehe es als Chance, aus diesem Departement zu stammen, und nicht als Hindernis. In der Sarthe gibt es wohl drei oder vier Skipper, während an der Küste etwa fünfzig auf der Suche nach Sponsoren sind, um dasselbe Rennen zu bestreiten.

 

Hugo Cardon, der bereits Anfang März 2026 bei der Solo Guy Cotten 13.ter wurde, strebt bis Ende des Jahres einen Platz unter den Top 10 oder Top 15 in der Gesamtwertung der französischen Meisterschaft im Einhand-Hochseesegeln an. Das erste Rennen ist gut gelaufen. Ich war gekommen, um die Arbeit des Winters zu bestätigen, analysiert der Segler. Was mich Punkte gekostet hat, war ein Schaden bei der 48-Stunden-Regatta, bei der ich in der Nacht ein schwimmendes Objekt gerammt habe, was mein Ruder beschädigte.

 

Um seine Entwicklung fortzusetzen, bevor er in der Class40 der Transat Café L’Or anklopft, wandte sich Hugo Cardon mitten im Winter an eine Segelmacherei. Bei Einhandregatten sind alle Boote identisch, es gibt nur wenige Elemente, wie beispielsweise die Segel, verändert werden können. Ich fand es sehr lehrreich zu verstehen, warum das Segel so gefertigt ist, warum hier bestimmte Fasern verwendet werden… Ich hoffe, dass mir das helfen wird, die Geschwindigkeit meines Bootes zu optimieren und gleichzeitig darauf zu achten, dass es nicht überlastet wird, um Schäden zu vermeiden.

Bevor er im kommenden Mai zur Solitaire du Figaro zurückkehrt, wird Hugo Cardon gemeinsam mit dem Finistérien Thomas Jourdren aus  bei der Trophée Banque Populaire Grand Ouest im Zweierboot antreten.

 

Strandsegeln

Mit den französischen Meisterschaften 

bereitet sich Saint-Brevin auf die 

Europameisterschaften vor

 

 

Der dritte Lauf der französischen Strandsegel-Meisterschaft bot am Samstag, den 21., und Sonntag, den 22. März, spannende Duelle in allen Kategorien am Strand von Saint-Brevin-les-Pins. 

 

Hier in Saint-Brevin-les-Pins werden 2027 die Europameisterschaften ausgetragen. Der aus Saint-Brevin stammende Jean-Marc Cheriaux, führt weiterhin die Rangliste der mittleren Strandsegler/Blokarts an. Er wird Ende Mai in Brétigny-sur-Orge um den nationalen Titel kämpfen.

 

Eine Runde vor dem Ende der französischen Blokart-Meisterschaft - Open de France - wird die Rangliste etwas klarer. Das Rennen in Saint-Brevin hat die Rangordnung an diesem Sonntag, dem 22. März, nicht wesentlich verändert.

 

Nach den Rennen in Berck/Pas-de-Calais und Saint-Malo liegen Gautier Delenclos bei den Leichtgewichten, Jean-Marc Cheriaux bei den Mittelgewichten und Eric Charpentier bei den Schwergewichten weiterhin an der Spitze und werden am 30. und 31. Mai beim letzten Rennen auf dem Flugplatz von Brétigny-sur-Orge um den Titel kämpfen.

 

In den drei Gewichtsklassen lieferten sich zwei Piloten erbitterte Duelle. Bei den Leichtgewichten mussten Lucas Cheriaux und Gautier Delenclos, die nach den zehn ausgetragenen Läufen punktgleich waren, sogar im letzten Lauf vor Ort entschieden werden. 

 

Es war in allen Kategorien sehr knapp, freute sich Bernard Duval, der Präsident des Strandseglerclubs von Saint-Brevin, der selbst den 6. Platz im Wettbewerb belegte. „Der Wind war am Samstag etwas unbeständig, aber am Sonntag stabiler, sodass wir zehn Rennen pro Tag fahren konnten, das war ziemlich gut.“

 

 

„Wir erwarten zwischen 100 und 120 Fahrer“

 

Der CBCV wird im September 2027 die Blokart-Europameisterschaften ausrichten. „Wir erwarten zwischen 100 und 120 Fahrer, darunter mehr als 60 Ausländer aus dreizehn verschiedenen Nationen. Diese französischen Meisterschaften haben es uns ermöglicht, unsere Logistik zu testen, und den wenigen ausländischen Fahrern, die an diesem Wochenende dabei waren, sich zu orientieren. »

 

Ergebnisse:

 

Leichte Blokarts (10 Läufe): 1. Lucas Cheriaux (Club brévinois de char à voile) 12 Punkte, 2. Gautier Delenclos (Eole Club) 12, 3. Émilien Carpentier (Eole Club) 26, 4. Tiouan Taine (Char à voile boulonnais) 32 , 5. Thomas Marylou (CBCV) 33.

 

Mittlere (9 Läufe): 1. Jean-Marc Cheriaux (CBCV) 23 Punkte, 2. Hervé Perrot (Surfschule St-Malo) 24, 3. Juan Galmes (Spanien) 37, 4. Michel Mussen (Belgien) 38 Punkte, 5. Jiri Vanhuynegem (Belgien) 42 Punkte.

 

Schwergewichte (9 Läufe): 1. Eric Charpentier (Eole Club) 11 Punkte, 2. Christophe Lasserre (CBCV) 14, 3. Hugues Sandere (Eole Club) 30, 4. Olivier Calle (CBCV) 38, 5. Jean-François Faisant (CBCV) 41.

Speedsail. 1. Alexis Godet (Hardelot), 2. Pascal Malcoste (CBCV), 3. Teddy Vrignaud (CBCV,…

 

America’s Cup 

Amélie Grassi wird Teil 

der französischen Crew für den 38. Cup 

 

Gerade von der Weltumsegelung Globe 40 auf der Credit Mutel zurück, geht es für Amelie in den kommenden Monaten zu diversen Inshore-Regatten weiter,  da die 31-jährige Seglerin ausgewählt wurde, dem La Roche-Posay Racing Team beizutreten, der französischen Crew für den 38. America’s Cup. Ihr Ziel bleibt die Teilnahme an der Vendée Globe 2028. 

 

Bruno Dubois hatte Amelie vor einigen Wochen kontaktiert. Amélie die im ersten Moment ziemlich überrascht wirkte, sagte nur:„Wow, das ist etwas ganz anderes.

 

Wenn man das Ganze etwas aus der Distanz betrachte, stelle man fest, dass es in der heutigen Zeit ganz üblich ist, dass Sportler von einem Bereich in den anderen wechseln. Letztendlich geht es darum, auf sehr schnellen Booten zu segeln, dabei bestimmte Abläufe einzuhalten und deren Funktionsweise zu verstehen. 

 

Neben dem sportlichen Aspekt spielt die Technik eine sehr wichtige Rolle und  Und da gibt es echte Parallelen zwischen der Ultim- Klasse auf dem Amélie schon in der Vergangenheit Erfahrung sammelte und dem America’s Cup. Mit ihrem soliden Hintergrund wird Amélie sich recht schnell zurechtzufinden, denn sie ist aufgeschlossen für neues.  

 

Das Format des America Cups entwickelt sich weiter und für Amélie es ist eine Chance, in ein Team zu kommen und mit den Seglern, dem Leistungsteam und den Ingenieuren zu sprechen, um zu verstehen wie es an Bord perfekt funktioniert, um ihre Rolle zu definieren und die Gesamtleistung zu optimieren. Das ist zwangsläufig etwas, das sich in den ersten Monaten durch Tests weiterentwickeln wird. Wir werden experimentieren, Anpassungen vornehmen und die beste Vorgehensweise finden. Nein, das wird schwierig. Der Cup erfordert volles Engagement, das wird in den kommenden Monaten mein Hauptanliegen sein.

 

 

PR Team Vorstellung

 

 

 

Ein intensiver Winter ohne Pause für MACIF

 

Samstag, 21. Februar 2026

 

In wenigen Wochen wird die Solo Guy Cotten vom 7. bis 13. März den offiziellen Startschuss für die Saison 2026 geben. Es ist das erste Einhandrennen, gefolgt von der Trophée BPGO vom 15.-25. April im Doppel, um ihre Koordination vor dem wichtigsten Rennen zu verfeinern: La Solitaire du Figaro-Paprec fort vom 13. Mai - 7. Juni. 

Die Saison endet mit einem Höhepunkt, der Vendée-Portugal-Vendée vom 27. August bis 13. September, einem letzten Doppelrennen, um den Kreis zu schließen!

 

In Port-la-Forêt haben Chloé Le Bars und Hugo Dhallenne die technische Arbeiten, Feinabstimmungen, Doppel- und dann Einhandsegeln verfeinert.

 

Nach einem intensiven Winter zwischen Werft und Segeln haben sich die beiden Skipper der Macif-Flotte darauf vorbereitet, ihre Saison auf der Solo Guy Cotten zu starten, bevor sie sich dem ultimativen Ziel stellen: der Solitaire du Figaro Paprec im kommenden Mai.

 

Seit dem Stapellauf ihrer Figaro-Yachten Mitte Januar haben Hugo Dhallenne und Chloé Le Bars keine Sekunde verloren. Mit intensiven Segeltrainings im Pôle Finistère Course au Large, millimetergenauen Einstellungen und mentaler Vorbereitung haben die beiden Segler eine solide Grundlage für die kommenden Rennen geschaffen. 

 

In wenigen Wochen wird die Solo Guy Cotten vom 7. bis 13. März den offiziellen Startschuss für die Saison 2026 geben. Es ist das erste Einhandrennen, gefolgt von der Trophée BPGO vom 15.-25. April im Doppel, um ihre Koordination vor dem wichtigsten Rennen zu verfeinern: La Solitaire du Figaro-Paprec vom 13. Mai bis 7. Juni. Die Saison endet mit einem Höhepunkt, der Vendée-Portugal-Vendée vom 27. August bis 13. September, einem letzten Doppelrennen, um den Kreis zu schließen! Wir haben die Boote nach umfangreichen Arbeiten, darunter ein Mastwechsel und zahlreiche Einstellungen, wieder zu Wasser gelassen. Wir haben hart gearbeitet und konnten so beruhigt wieder aufs Wasser zurückkehren, nachdem wir die gesamte Aufgabenliste abgearbeitet haben”,fasst Hugo Dhallenne zusammen, der sein zweites Jahr in der Liga fortsetzt.

 

Die gleiche Intensität zeigt sich auch bei Chloé Le Bars, die seit November letzten Jahres neu dabei ist und sich ebenfalls bei Skipper Macif zurechtfindet: „Es gab viel Wind, kräftige Bedingungen“, erzählt Chloé, die ihre fünfte Saison auf der Rennstrecke beginnt, die erste unter den Farben von Macif! „Wir tauschen uns viel mit Hugo aus und das funktioniert wirklich gut. Da wir zu zweit an demselben Projekt arbeiten und zusammenwohnen, können wir die Saison genau planen. Das ist sehr motivierend.“

 

Technische Arbeit, aber auch menschliche Arbeit mit einem neuen Team an Land, also neuen Bezugspunkten und einer kollektiven Dynamik, die es aufzubauen gilt. „Das Team verändert sich dieses Jahr komplett.  Mit Julien Hereu und Tom Aubert sind zwei Trainer zu uns gestoßen. Es gibt bereits eine gute Dynamik zwischen den Seglern und dem technischen Team, und das ist entscheidend“, betont Hugo.

 

Für Chloé markiert die Saison 2026 einen Wendepunkt. Es ist mehr als nur eine strukturelle Veränderung, es ist ein Rahmen, um zu wachsen. „Das Ziel ist es, in allen Bereichen weiter voranzukommen. Zu zweit ist das super, weil man sich ständig austauschen kann und alles offen auf den Tisch legen kann: Fragen stellen, klare Antworten bekommen und eine solide Grundlage schaffen. Ich möchte besser sein als letztes Jahr und mich trauen, neue Dinge auszuprobieren.

 

In dieser Zweierbeziehung übernimmt Hugo auch eine Vermittlerrolle: „Ich vermittle ihr die Grundlagen des Projekts: die Organisation, die Logistik, wie alles zusammenhängt. Die Idee ist, uns über unsere Stärken und Schwächen auszutauschen, um gemeinsam Fortschritte zu machen.

 

Hugo hat diesen Winter ebenfalls intensiv gearbeitet. Schlafmanagement, mentale Vorbereitung. „Letztes Jahr habe ich schöne Dinge erreicht, aber auch weniger gute. Es fiel mir schwer, zu akzeptieren, dass ich hinterherhinkte. Ich habe mich der Sophrologie zugewandt und arbeite bereits mit einem Mentalcoach zusammen. Das Ziel ist klar: technisch und menschlich stärker zu werden, Spaß zu haben und gute Ergebnisse zu erzielen! “

Ich kann es kaum erwarten, bei der Solo Guy Cotten dabei zu sein”, verrät Chloé. „Das wird die erste Begegnung mit den anderen Seglern sein. Das Format ist sehr umfassend und wird es ermöglichen, viele erste Anhaltspunkte zu validieren. Ich bin gespannt, wie es laufen wird. Zumal die Flotte dieses Jahr unglaublich ist, mit super starken jungen Leuten und alten Hasen, die zurückkommen. Das wird für uns alle spannend! “

Für Hugo hat der Einstieg einen vertrauten Beigeschmack: „Wir starten wieder mit der Regatta in der Bucht von Concarneau, wo wir trainieren. Das ist ein bisschen wie zu Hause. Ich habe keinen besonderen Druck. Die Idee ist, von der ganzen Arbeit, die wir diesen Winter geleistet haben, zu profitieren und zu überprüfen, ob technisch und mental alles funktioniert. “

 

Und dann ist da noch das Wesentliche, die große Rückkehr zum Wettkampf: „Ich freue mich vor allem darauf, wieder Regatten zu segeln und mich mit der gesamten Flotte zu messen. Dieses Jahr wird spannend, denn ehemalige Figaro-Segler wie Nico Lunven, Jérémie Beyou oder Yoann Richomme kehren zurück. Ich kann es kaum erwarten, an der Startlinie zu stehen“, betont Hugo.

 

 

 

 

Sébastien Simon

Mit meiner neuen Imoca gebe ich mir die Mittel, um die Vendée Globe zu gewinnen.

 

 

Freitag, 20. Februar 2026

 

Sébastien Simon der Held der letzten Vendée Globe, erreichte das Ziel als Dritter mit einem abgebrochenen Foil.  Er überwacht derzeit den Bau seiner zukünftigen Imoca, deren Stapellauf für kommenden August geplant ist. Trotz eines engen Zeitplans wird er am 1. November bei der Route du Rhum an den Start gehen. Langfristig ist das Ziel klar: ein Sieg bei der Vendée Globe 2028.

 

Die Fertigung der neuen Groupe Dubreuil IMOCA schreitet in Southampton gut voran. Wir haben bereits mehr als 30.000 Arbeitsstunden hinter uns und es bleiben noch etwa 25.000, um die „Black Box”, also den Rumpf, das Deck und die gesamte Struktur, fertigzustellen. Die Trennwände sind alle eingebaut, der Rumpf ist fertig und das Deck ist bereit.

 

Optisch scheint die Entwicklung weniger spektakulär zu sein als zu Beginn, da wir nun in eine Phase der Detailmontage eingetreten sind, die zwangsläufig weniger sichtbar, aber sehr zeitaufwändig ist.

Heute ist der Rumpf mit seinen Trennwänden vollständig montiert, während das Deck noch separat ist. Wir planen, es in den nächsten Wochen zu montieren, verzögern diesen Vorgang jedoch bewusst, um die Arbeiten im Inneren des Bootes zu erleichtern. Außerdem findet ein Teil des Baus in Les Sables-d'Olonne statt, wo wir bestimmte Systeme entwerfen und Montageteile herstellen, um die nächsten Schritte so weit wie möglich vorwegzunehmen.

 

Wir haben uns entschieden, alles in England zu machen, um Unterbrechungen zwischen dem Ende des Baus der Black Box und der langen Phase der Montage aller Systeme zu vermeiden. Mein Ziel ist es, am 1. November beim Start der Route du Rhum dabei zu sein, was uns einen sehr engen Zeitplan auferlegt, denn die aktuellen IMOCAs benötigen etwa fünfzehn Monate Bauzeit, gegenüber neun Monaten für die Boote der Generation 2020. Wir nutzen jede Woche optimal. Die Boote werden komplexer, aber auch robuster, deswegen verlängert sich die Bauzeit. Wenn wir in England bleiben, können wir auch bis zum Schluss die Ressourcen der Werft Carrington Boats nutzen, um einen Stapellauf unter den besten Bedingungen zu gewährleisten. Danach wollen wir das Boot so schnell wie möglich nach Les Sables-d'Olonne zurückbringen.

 

Ich kann sagen, dass die Rumpfformen an bestimmte bestehende Foiler anknüpfen, aber auch wichtige Weiterentwicklungen beinhalten. Die ersten Rückmeldungen aus dem Simulator sind ermutigend, aber nur die Navigation wird diese Entscheidungen bestätigen können. Das Fehlen von Tragflächen an den Rudern erschwert immer noch die Stabilisierung im Flug: Es ist ein ständiger Balanceakt. Wir glauben jedoch, dass dieser neue Rumpf dazu beitragen wird, das Boot länger und unter besseren Bedingungen im Flug zu halten. 

 

Meiner Meinung nach gibt es einen echten technologischen Bruch gegenüber der Generation 2024. Wir vertrauen voll und ganz auf Guillaume Verdier, dass er ein leistungsstarkes Boot entwirft: Er irrt sich selten. Die Unterschiede werden am Steg nicht unbedingt spektakulär sein, aber unsere Imoca wird sich wirklich von anderen unterscheiden. Über die sichtbaren Elemente hinaus wurde viel Arbeit in diskretere Aspekte gesteckt, die jedoch einen großen Einfluss auf die Gesamtleistung haben.

 

Heute sind die Foils der Motor des Bootes, d.h. Geschwindigkeit erzeugen und Stabilität beim Einhandsegeln gewährleisten, was ein wenig widersprüchlich ist. Die Vermessung schränkt die allgemeinen Formen ein, aber die Arbeit an den Querschnitten – ähnlich wie beim Profil eines Flugzeugflügels – ist entscheidend. Wir haben versucht, ein leistungsstarkes und vielseitiges Foil zu entwickeln, das vor allem eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit halten kann. Wir hoffen, dass sich diese Arbeit in guten Ergebnissen auf See niederschlägt.

 

Durch den Kauf der ehemaligen 11th Hour Racing für die letzte Ausgabe der Vendée Globe, konnten wir von einer bereits sehr ausgereiften Plattform profitieren. Wir haben sie für Einhandsegler angepasst und viel aus dieser Erfahrung gelernt. Die Vorgaben für das neue Boot bestanden darin, das zu behalten, was gut funktionierte, und die identifizierten Schwachstellen zu beheben. Was mich bei den Imoca-Booten der Generation 2024 beeindruckt hat, ist ihre Fähigkeit, sehr hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten zu halten. Das ist unbequem und mental sehr anstrengend. Eine Stunde lang ist das erträglich, aber nach 30 Tagen auf See schon viel weniger. Manchmal möchte man gerne auf die Bremse treten, aber das ist keine Option, wenn man den Sieg anstrebt.

 

Seit meiner Kindheit höre ich, dass man sein Boot schonen muss. Das gilt heute nicht mehr: Um die Vendée Globe zu gewinnen, muss man die Maschine so lange wie möglich auf Hochtouren bringen. Wer schnell ist, beherrscht sowohl seine Kursbahn als auch die Wetterbedingungen, denen er begegnet. Die technische Vorbereitung und die Teamarbeit sind entscheidend, denn jede kleine Panne kostet im Rennen wertvolle Zeit. In Bezug auf Ergonomie und Steuerung haben wir ein Boot entwickelt, das nicht nur leistungsstark, sondern auch komfortabel und sicher ist und über lange Zeiträume hohe Geschwindigkeiten halten kann. Das Ziel ist es, das Potenzial des Bootes voll auszuschöpfen, ohne dabei zu sehr zu leiden.

 

Wir sind nach wie vor ein kleines Team, und ich bin sehr stark in die Verwaltung, die Technik und die Konzeption des neuen Bootes involviert. Ich habe meine Ingenieurskappe wieder aufgesetzt, was mir nicht viel Zeit zum Segeln lässt. Wir hatten geplant, die Saison 2025 mit dem alten Boot zu bestreiten und gleichzeitig das neue zu bauen, aber ich hielt es für unmöglich, beide Projekte gleichzeitig zu verfolgen. Das entspricht nicht meiner Philosophie, ich mag es nicht, Dinge nur halb zu machen. Ich ziehe es vor, mich voll und ganz auf jedes Projekt zu konzentrieren. Ich mache mir keine Sorgen um das Segeln, ich werde vor der Vendée Globe reichlich Gelegenheit haben, das Boot zu testen. Ich werde das Boot bis ins kleinste Detail kennen, ich werde bereit und motiviert sein. In der Zwischenzeit bleibe ich mit etwa 13 Stunden Triathlon Training pro Woche körperlich aktiv.

 

Derzeit segle ich hauptsächlich auf einem Simulator. So spare ich wertvolle Zeit, indem ich die Funktionsweise und das Verhalten des Bootes lerne. Diese Simulatoren sind sehr fortschrittlich und ähneln denen, die in der Luftfahrt oder der Formel 1 verwendet werden. Auch wenn sie nicht alles reproduzieren und nicht immer vollkommen realistisch sind, vermitteln sie ein ausgezeichnetes Verständnis für den Einfluss der Einstellungen und beschleunigen den Lernprozess erheblich. Das spart Zeit, bevor man unter realen Bedingungen segelt, zumal es bei diesen neuen Imoca-Booten schwierig ist, sich nur auf das Gefühl an Bord zu verlassen, da man sehr eingeschlossen im Cockpit sitzt.

 

Die Route du Ruhm ist legendär und geschichtsträchtig. Saint-Malo bietet einen außergewöhnlichen Rahmen, die Stadt eignet sich gut als Regattadorf mit einer einzigartigen Atmosphäre. Was das Tempo angeht, wird die Route du Rhum mit unseren Imoca-Booten zu einem Sprint. Man muss mit etwa zehn Tagen auf See rechnen. Das ist ganz anders als bei der Vendée Globe, die nach wie vor mein Lieblingsrennen ist, da ich lange und anspruchsvolle Wettkämpfe schätze. Trotzdem freue ich mich sehr darauf, daran teilzunehmen.

 

Ich hatte noch nie so viel Zeit und so klare langfristige Perspektiven. Alle Voraussetzungen sind gegeben, um bei der Vendée Globe 2028 die Führung anzustreben. Das Projekt ist solide, die Etappen wurden schrittweise gemeistert, und ein ambitioniertes Boot befindet sich im Bau: Wir geben uns die Mittel, um zu gewinnen.

 

 

 

Alexis Loison wird mit einer Class40, 

an der Route du Rhum 2026

teilnehmen

 

Donnerstag, 19. Februar 2026

 

Nach seinem überlegenen Sieg bei der Solitaire stürzt sich Alexis Loison in ein neues Abenteuer: der Bau einer Class40 der neuesten Generation nach den Plänen des Architekturbüros Marc Lombard Yacht Design.

Das Boot soll im Mai 2026 die Werft Neo Sailing Technologies verlassen, um direkt an der Tour d'Irlande mit Crew, dem Drheam Cup und der 40 Malouine teilzunehmen und schließlich fort im kommenden November die Route du Rhum – Destination Guadeloupe.

 

Nach seiner außergewöhnlichen Sportsaison 2025, die durch seinen Sieg bei der Solitaire du Figaro, dem Fastnet Race und der Sydney Hobart geprägt war, startet Alexis Loison mit seinem treuen Partner, der REEL-Gruppe, in die Class40-Rennserie. Er wird das Ruder einer Class40 übernehmen, einer Lift V3, die von der Werft Neo Sailing Technologies in Verdon-sur-Mer gebaut und für die Route du Rhum konzipiert wird.

 

Der Bau eines Bootes ist für mich etwas völlig Neues“, erinnert sich Alexis Loison. Das Interessante an der Class40 ist, dass es sich nicht um eine Einheitsklasse handelt. Es gibt verschiedene Architekten und verschiedene Werften. Ich habe mich nicht lange mit der Entscheidung aufgehalten: Ich habe mich für das Büro Lombard entschieden, den Architekten, der die letzten beiden Route du Rhum 2018 und 2022 gewonnen hat, und die Werft Neo Sailing Technologies, die ebenfalls die letzte Route du Rhum mit der Class40 Paprec-Arkéa von Yoann Richomme gewonnen hat. 

 

Der Skipper aus Cherbourg fährt fort: „Die Class40 habe ich schon seit einiger Zeit beobachtet. Das Niveau ist wahnsinnig hoch, die Wettkämpfe sind abwechslungsreich und immer hart umkämpft, es kommt auf Details an. Auch wenn das für mich noch etwas neu ist, finde ich es wirklich herausfordernd, ständig nach den richtigen technischen Entscheidungen zu suchen, angefangen bei der Wahl des Bootes bis hin zu allem, was mit Takelage, Segeln, Elektronik, Autopilot usw. zu tun hat. Ich versuche mich von dem inspirieren zu lassen, was gut funktioniert und sich bewährt hat, und nutze die Gelegenheit, um einige Details mit meiner persönlichen Note weiterzuentwickeln, die ich in 20 Jahren Erfahrung im Hochseesegeln auf verschiedenen Booten gesammelt habe. 

 

Für Quentin Vlamynck, Geschäftsführer und Skipper bei Neo Sailing Technologies, geht dieses Projekt über den einfachen Bau eines Bootes hinaus: „Es ist ein sehr besonderes Projekt, ein Boot für einen Skipper mit so viel Erfahrung zu bauen. Nachdem wir auf der Figaro-Rennstrecke Konkurrenten waren, tauschen wir uns jetzt auf der Werft mit Alexis aus, um ihm das leistungsfähigste Boot zu bauen, damit er bei der Route du Rhum ganz vorne mitspielen kann. Dieses Projekt soll erfolgreich sein, und das ist für uns sehr wichtig. »

 

Nach dem Stapellauf im Mai wird die Class40 Groupe REEL in eine Testphase eintreten und technische Ausfahrten absolvieren, die für ihre optimale Abstimmung unerlässlich sind. Zu diesem Zweck wird der normannische Skipper insbesondere sein Trainingszentrum, den Pôle Finistère Course au Large in Port-la-Forêt in der Südbretagne, aufsuchen.

 

Anschließend geht es zur Tour d'Irlande am 20. Juni, einem Crew-Rennen, bei dem Alexis von den Größen der Class40-Rennserie begleitet wird. Das Ziel ist es, „in kurzer Zeit viel zu lernen”, sagt Alexis. Anschließend wird er in seiner Heimatstadt Cherbourg antreten, wo am 12. Juli der Startschuss für den berühmten Drheam Cup fällt, der in Lorient endet. Dieses erste Einhandrennen ermöglicht Alexis die Qualifikation für die Route du Rhum – Destination Guadeloupe, das Hauptziel der Saison.

 

Es erwartet den 41-jährigen Skipper, der bereits Erfahrung in der Class40 hat, also eine kurze, aber besonders intensive Saison. Der Skipper der Groupe REEL hat bereits an drei Transat Jacques Vabres, zwei CIC Normandy Channel Races sowie einer Transat Québec Saint-Malo teilgenommen.

 

Für seine erste Saison mit seinem eigenen Boot weiß Alexis Loison, dass er von seinem treuen Partner besonders unterstützt wird: „Wir haben in den letzten drei Jahren mit der Groupe REEL eine sehr schöne Geschichte in der Figaro geschrieben, und ich freue mich sehr, sie mit ihnen in dieser neuen Kategorie fortzusetzen. Ich bin besonders stolz und freue mich darauf, sie auf diese legendäre Transatlantikregatta mitzunehmen, die Route du Rhum – Destination Guadeloupe. Vor vier Jahren habe ich mir in Saint-Malo, dem Startort des Rennens, geschworen, dass ich 2026 dabei sein werde, denn es ist ein Rennen, das ich mit großer Begeisterung verfolgt habe. Dieser Wunsch geht nun in Erfüllung und ich freue mich sehr auf meine erste Einhand-Transatlantikregatta, vor allem mit einem Boot wie diesem. Ich weiß, dass ich das Zeug dazu habe, gut abzuschneiden.

 

Für Philippe Frantz, Präsident von REEL, „kommt dieses neue Abenteuer in der Class40 mit Alexis zu einem ganz besonderen Zeitpunkt für die REEL-Gruppe, da wir in diesem Jahr das 80-jährige Bestehen der Gruppe feiern. Die Begleitung der Route du Rhum – Destination Guadeloupe mit einem Boot der neuesten Generation ist für uns eine eindrucksvolle Art, dieses Jubiläum zu feiern und die Kultur der hohen Ansprüche, die die DNA von REEL ausmacht, auf See fortzusetzen.

 

 

Die Schiffstaufe der Gitana 18

 

Am 14. Februar 2026, wurde der Trimaran Ultim Gitana 18  Maxi Edmond de Rothschild in La Base de Lorient/Morbihan zu Wasser gelassen. Mehrere hundert Menschen waren gekommen, um das Ereignis zu bewundern.

Es muss erwähnt werden, dass das Bewegen eines Maxi-Trimarans mit einer Länge von 32 Metern und einer Breite von 23 Metern nicht unbemerkt bleibt. Die großen Abmessungen des Trimarans erforderten Sicherheits- und Vorsichtsmaßnahmen angesichts der zahlreichen Zuschauer.

 

Der Maxi-Trimaran, der vom Architekten Guillaume Verdier und dem Konstruktionsbüro Gitana entworfen wurde, erforderte zwei Jahre Bauzeit und eine Investition von 18 Millionen Euro.

Mit diesem Stapellauf gehen drei Jahre der Planung, davon zwei Jahre Bauzeit, 200.000 Arbeitsstunden und 50.000 Stunden Forschung zu Ende. Das ist ein besonderer Tag für uns, vertraute Skipper Charles Caudrelier an. Seit drei Jahren träumen wir davon, mit diesem Boot zu segeln.

 

Die Ultim gehört der Familie Edmond de Rothschild und ist ein Juwel der Innovation. Die Ingenieure wollten ein sehr innovatives Boot mit großen Verbesserungen an den Anbauten Ruder, Schwert, Foils und auch am Mast. Auch wenn noch nicht alle Anbauteile auf der Gitana 18 installiert sind, erkennen wir einige sehr bemerkenswerte Innovationen. Ein Überblick mit Sébastien Sainson, dem jungen Leiter des Konstruktionsbüros von Gitana.

Sébastien Sainson, Schiffsbauingenieur und Leiter des Konstruktionsbüros bei Gitana, ist zusammen mit Guillaume Verdier der Urheber der wichtigsten, zum Teil revolutionären Innovationen, er erklärt einige Entscheidungen, an diesem neuen Trimaran. 

 

Die Foils sind Y-förmig. Das ist nicht völlig neu, ähnliche Foils sieht man auch beim America's Cup, aber ihre Funktionsweise ist hier eine andere und die Abmessungen sind beeindruckend. Der Foil-Arm ist mehr als 5 Meter lang, der zentrale Bulb mehr als 2 Meter und die Gesamtspannweite der Flügel mehr als 5 Meter. Die größte Innovation ist jedoch ihre Gelenkigkeit. Die Foils durchqueren nicht mehr den Rumpf. Sie sind nun an drei Punkten am Schwimmer befestigt: oben, in der Mitte des Rumpfes und vorne. Mit drei Befestigungspunkten ist das Foil nun vollständig in 3D verstellbar. Bei den alten Systemen waren große Löcher im Rumpf erforderlich, was sich negativ auf die Struktur auswirkte. 

 

Unseres Wissens ist es das erste Mal, dass ein Foil dieser Art über zwei unabhängig voneinander einstellbare Klappen verfügt. Dies ermöglicht ein früheres Abheben, weniger Luftwiderstand bei hohen Geschwindigkeiten und mehr Stabilität, um bessere Durchschnittsgeschwindigkeiten zu erreichen, erklärt Sébastien. 

 

Das wohl auffälligste und überraschendste Merkmal dieses neuen Ultims sind natürlich die drei Ruder. Tragflächen waren bei diesen Booten bereits bekannt, aber hier ist ihre Konstruktion radikal anders. Das erste, was auffällt, sind ihre Größen. Sie sind deutlich größer als bei der Vorgängergeneration: Sie sind 4 Meter lang, also fast einen Meter tiefer. Auch die Tragflächen sind größer. 

 

Der eigentliche Bruch liegt jedoch woanders. Im Gegensatz zu herkömmlichen Konfigurationen sind diese Ruder nicht schwenkbar. Sie bleiben immer in der Achse des Bootes. Die Giersteuerung, die das Boot nach rechts oder links lenkt, erfolgt ausschließlich über Klappen am Heck. Diese allein steuern das Boot. Die gewählte Lösung, eine dreiteilige Struktur, bietet zwei wesentliche Vorteile. Eine erhöhte Steifigkeit, da das Strukturverhalten viel besser ist als bei einem herkömmlichen Ruder. Und eine bessere Stabilität der Tragfläche, da selbst bei Verwindung die untere Tragfläche horizontal bleibt. Das war unsere Innovation, die wir bis zum Stapellauf geheim gehalten haben.

 

Von außen sieht man, dass sie der vorherigen Finne ziemlich ähnlich sieht, was auch stimmt. Sie hat ungefähr die gleiche Tiefe wie die von Gitana 17, nämlich 4 Meter. Allerdings hat der „Rochenflügel”, die horizontale Tragfläche, eine größere Spannweite, auch wenn wir an der Oberfläche durch die Vermessung auf 1,15 m² begrenzt sind. Hier gibt es eine wichtige Neuerung: Die Tragfläche des Schwerts ist vollständig aus Metall und aus einem einzigen Block gefertigt. Dadurch konnten wir etwas entwickeln, das bei gleicher Oberfläche viel länger, steifer und somit effizienter im Luftwiderstand ist. Die größte Veränderung besteht jedoch darin, dass dieses Schwert, ähnlich wie ein Schwenkkiel bei einer Imoca, um etwa 30 Grad zu jeder Seite geschwenkt werden kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Auftrieb nicht genau unter dem zentralen Rumpf, sondern leicht versetzt erzeugt wird. So kann mit derselben Fläche mehr Auftrieb erzeugt werden, ohne die Vermessung zu überschreiten.

 

Gitana Episode 1

 

 

Druckversion | Sitemap
© Drohnenaufnahmen by Jan Hendrik Reimann und Fotos by Bernd Reimann 2026. Verbreitung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung möglich. Distribution et duplication uniquement avec autorisation.