Die Küste von Fouesnant ist abwechslungsreich. Buchten werden zu Badeoasen 
und  der Küstenpfad ist  
umsäumt von Rhododendren.
 
Wer die Weite liebt, nutzt den langen feinsandigen Strand von Kerler.
Er fällt sanft ab und bietet freien Blick auf das Archipel der Glénan Inseln.
Plage de Kerler
Die felsige Landspitze von Mousterlin ist von einer Dünenkette, die sich 10 Kilometer lang zwischen Bénodet und
Beg-Meil erstreckt, umgeben. Die Düne ist im Westen vom Mer Blanche und im Osten von der Polderlandschaft von Mousterlin gesäumt. 
Am 8. April 2026, war es in dieser Region um Fouesnant sehr warm, mit Temperaturen zwischen 26 und 29 °C. Der Temperaturrekord für den Monat April aus dem Jahr 1984 wurde damit übertroffen. Ich persönlich habe den April oft mit einer stabilen, sonnigen Wetterlage kennengelernt bei 16° bis 18°C, aber dieses Jahr scheint alles zu toppen. Die starken Niderschläge Ende Januar die zu landesweiten Überschwemmungen und Überflutungen der einzelnen Füsse führte, dann die schweren Stürme im Januar und Februar, die viele Zugvögel erschöpft und verhungert an die Strände der Biscaya, Morbihan und Finistere spülten. Die Hoffnung auf bessere Zeiten ist für alle wichtig.
 

 

Die Düne und die Lagune wirken als Puffer, um die Gewalt des Ozeans zu mildern. Hinter der Düne, die dort empfindlicher ist, befand sich ein Süßwassersumpf, bis in die 2000er Jahre hinein. Die Gemeinde gewann einen Wettbewerb für ein Projekt zur Renaturierung des Sumpfes, um zu versuchen, eine Funktionsweise wiederherzustellen, die der der Mer Blanche ähnelt.

Jetzt besiedelt Salz die Böden wieder und beherbergen eine vielfältigere und einzigartigere Biodiversität.

 

In Fouesnant

ist die Salzwasserlagune

La Mer Blanche ein Durchzugsgebiet für Zugvögel

 

 

Das besondere Ökosystem dieser Salzwasserlagune zieht zahlreiche Watvögel und Zugvögel an, die hierherkommen, um zu fressen und sich für den kommenden Flug auszuruhen. 

Hier, an der Mer Blanche, münden drei Flüsse ein und bringen Nährstoffe mit. Viel Licht dringt ins Wasser der Salzwasserlagune ein und die Temperatur steigt. Das führt zu einer Planktonblüte, von der sich Fischlarven, Krebstiere und Weichtiere ernähren. Das ist die Basis der Nahrungskette. Es wird zu einem Nahrungsgebiet für Fische wie Wolfsbarsch oder Dorade bei Flut. Unter den Vögeln sind Reiher die einzigen, die nach Fischen suchen. Die anderen ernähren sich von Muscheln, Krebstieren und Weichtieren. Im Watt bildet eine Meerespflanze unter Wasser Wiesen: das Zwerg-Seegras. Es ist ein interessanter Lebensraum für Krebstiere und kleine Weichtiere… Und die Brandgans weidet direkt das Seegras ab.

In den Dünen gibt es viele kleine, dornige Sträucher. Durchziehende Zugvögel schätzen sie sehr, insbesondere Sperlingsvögel. Auf der Meerseite gibt es auch andere Watvögel: den Steinwälzer, den Sanderling und den Purpurstrandläufer.

 

Gegenüber liegt die Flèche, die Spitze der Düne. Das ist ein äußerst beweglicher Teil, wir hatten einen sehr dynamischen Januar und Februar, der sie abgeflacht hat, die Gemeinde Pays Fouesnant ist für dieses als Natura 2000 ausgewiesene Gebiet zuständig. Das Conservatoire du littoral ist Eigentümer der Sümpfe, während die Düne, die bepflanzt wurde, dem Office national des forêts (ONF) gehört. Ein vielschichtiges Geflecht, das diesen facettenreichen Ort widerspiegelt, erklärt Ewen Lyvinec, Leiter des Umweltbereichs des Gemeindeverbands des Pays Fouesnantais. Hier, tief im Watt, ist die Atmosphäre ganz anders, kein Wind und keine Brandung des Ozeans ist zu hören. Die Gegend ist geschützt. Bei hohem Tidenhub und bei Flut ist die Wasserfläche völlig glatt. Auf der anderen Seite der Lagune führen markierte Wege hinauf zur Düne. Dort oben trifft man wieder auf den Wind. Diese Dünen, die das Hinterland schützen, sind empfindlich und instabil. Die Vegetation klammert sich dort unter schwierigen Bedingungen fest.
 

Alles beginnt mit der Spur der Gezeitenlinie, diesen Algen, die bei Ebbe auf dem Sand zurückbleiben. Sie bringen organisches Material auf diese im Entstehen begriffene Düne. Genug, um die ersten Pflanzen zu ernähren, die sich etwas höher auf der Düne ansiedeln: Wolfsmilch, Strandhafer, Ovale Strandgras und das berühmte, ganz weiche Hasenschwanzgras.

 

Aufgrund seiner Artenvielfalt, insbesondere für Zugvögel, ist es ein ökologisch interessantes Gebiet. Für viele Vögel ist es ein Überwinterungs- und Futtergebiet, da einige Eier der Zooplanktonarten früher schlüpfen.
 

Die Vegetation verändert sich erneut. Das Seegras der Lagune weicht den silbernen Blättern des Strandflieders, den grünen Stängeln des Queller und den violetten Akzenten des Seelavendels (während seiner Blütezeit im Sommer). Allesamt essbare Pflanzen. Krabbenhüllen liegen verstreut zwischen den Büscheln dieser ganz besonderen Vegetation, die mit den Füßen im Salzwasser leben kann. Denn dies ist ein Ort, an dem es im Wasser und darüber wimmelt von Leben. Und ein recht seltenes Ökosystem.

 

Auf der Lagunenseite durchziehen zahlreiche Löcher die Düne...Kaninchenbauten. Wenn man dem Weg weiter folgt, der auf der Innenseite der Düne entlangführt, gelangt man zur Salzwiese, die nur bei Springfluten überflutet wird.

 

Grüne, bewaldete Gebiete, in denen das Rauschen der Wellen hinter den Bäumen daran erinnert, dass das Meer nicht weit entfernt ist. Für Vogelliebhaber stehen Beobachtungsstationen bereit, um die Vögel zu bewundern.

 

Dies führt zu einem Ungleichgewicht zwischen der Frühjahrsblüte des Phytoplanktons und einem Höchststand des ZooplanktonsDiese Verschiebungen wirken sich auf die gesamte Nahrungskette der Fische und Vögel aus.
 

Seit den 1920er Jahren wurde das Gebiet für landwirtschaftliche Zwecke eingedeicht. Und die Landzunge von Mousterlin wird seit etwa dreißig Jahren durch Mauern und Steinschüttungen geschützt. Es handelt sich um ein und dasselbe Gebiet mit unterschiedlichen Gesichtern.

 

Vor zwei Jahrhunderten hatte die Mer Blanche ihr Pendant, das Spiegelbild der Pointe de Mousterlin: eine weitere Lagune mit ähnlicher Funktionsweise. Doch der Mensch hat die Sümpfe von Mousterlin, den anderen Teil des Natura-2000-Gebiets, geprägt.

 

Noch höher, auf der weißen Düne, stabilisiert sich die Mischung aus Erde und Sand etwas, und kleine Sträucher schlagen Wurzeln. Dort findet man die Stranddistel, eine Art Küstendistel, die zum Wahrzeichen des Conservatoire du littoral geworden ist.

 

Dieses Stück Welt ist anders, hier ist alles still und friedlich.

Wohin man auch schaut, kein Straßenlärm, keine Autos und kein Brandungrauschen - absolute Stille - einfach nur die Stimmen der Vögel in sich aufnehmen. Ich befinde mich mitten in der Natur.

Es ist ein traumhaft, natürliches Gebiet - als wäre die Zeit stehen geblieben...Hier möchte ich leben.

Dieses paradiesische Areal, das zum Natura-2000-Netzwerk gehört,
zeugt von einer außergewöhnlichen Artenvielfalt.
 
Das weiße Meer und die Marais de Mousterlin sind voller Schätze, die es zu bewahren gilt. Dies geschieht durch das Programm Natura 2000 und durch die Maßnahmen des Conservatoire du Littoral, die 120 Hektar der insgesamt 479 Hektar großen Fläche besitzen.
 
Fouesnant, La Forêt-Fouesnant, Bènodet und Clohars-Fouesnant stehen auf der nationalen Liste der Gemeinden, die von der Küstenerosion betroffen sind.
 
In Fouesnant ist die Bucht von Cleut Roz besonders vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen. Wir sind in dieser Angelegenheit schon weit fortgeschritten, versichert Roger Le Goff der Bürgermeister von Fouesnant. Heute überlegen wir, wie wir das Meer zurückkehren lassen können, ohne die Ökosysteme zu zerstören.
 

Fast 3.000 Wasservögel an den Küsten

von Fouesnant gezählt

 

Jedes Jahr Mitte Januar werden weltweit gleichzeitig Wasservögel gezählt. In diesem Jahr wurde die internationale „Wetland“-Zählung im Pays Fouesnantais von den Naturverbänden LPO und Bretagne vivante sowie von der Communauté de communes du Pays fouesnantais (CCPF) durchgeführt.

 

An den Küsten von Fouesnant wurden laut der Mitte Januar durchgeführten Zählung fast 3.000 Vögel aus 42 verschiedenen Arten beobachtet. Es handelt sich dabei um Zugvögel, die im Sommer in Skandinavien nisten und den Winter an der bretonischen Riviera verbringen, wo das Klima milder ist.

 

Zu diesen Arten gehören insbesondere die Brandgänse, diese dunklen Gänse, die im Winter unsere Küsten besuchen. Mehr als 500 Exemplare wurden gezählt, was sie zu einer der am häufigsten vertretenen Arten im Pays fouesnantais macht. Auch Strandläufer, Haubentaucher, Brandgänse oder Brachvögel wurden beobachtet.

 

Pointe de Mousterlin

Auf der Straße, die entlang der Küste von Mousterlin verläuft, kann man viele Kormorane auf den Felsen beobachten. Leider habe ich noch keinen Sanderling fotografieren können, denn in dieser Region überwintern viele Vögel. Manchmal kann man auch einige durchziehende Purpursandläufer beobachten, die ebenfalls Watvögel sind und sich auf im Watt ernähren. An diesem Ort kann man wunderschöne Steinwälzer bewundern und manchmal Eiderenten auf dem Meer oder auch Haubentaucher beobachten, immer auf der Meeresseite. „Diese Vögel nisten alle in Grönland, Island oder Spitzbergen, einer Region, die noch viele Monate lang unter Eis liegt.  

 

 
Sie treten nur zweimal im Jahr auf: Die großen Springfluten sind zurück. Die Frühlings-Tagundnachtgleiche am 20. März 2026, brachte große Springfluten mit sich, bei einem Tidenkoeffizient von bis zu 104. Alle sechs Monate, etwa im März-April und September-Oktober, werden die Springfluten von Liebhabern des Strandfischens mit Spannung erwartet. Im Jahr 2026 fand die Frühlings-Tagundnachtgleiche am Freitag, den 20. März, statt. Es ist der Moment, in dem sich Erde und Sonne perfekt in einer Linie befinden, in diesem Fall auf Höhe des Äquators. 
Bei den Vollmondgezeiten zieht sich das Wasser bei Ebbe weit zurück und bei Flut steigt es wesentlich höher. 

Fischer und Angelfreunde während einer der Vollmondgezeiten, Handgroße Krebse und Venusmuscheln oder Herzmuscheln.

Informieren Sie sich genau über die Gezeiten an Ihrem Angelort.

Die Zeiten für Ebbe und Flut können zwischen dem Norden und dem Süden in Finistère um fast zwei Stunden variieren.

 

Rechnen Sie während des Fischens um Vollmond bzw. Neumond mit einem schnelleren Anstieg des Wasserspiegels als üblich. Aufgrund des höheren Koeffizienten wird sich das Meer sehr weit zurückziehen und daher umso schneller wieder ansteigen.

Faustformel: Bei einem Koeffizienten von über 92 kann es an der Küste und in den Sümpfen kritisch werden.

 

Bei Versinken im Schlamm: Versuchen Sie, sofern es die Situation zulässt, Ihren Körper so weit wie möglich auf dem Schlamm auszubreiten, befreien Sie Ihre unteren Gliedmaßen mit Hilfe Ihrer Hände aus dem Schlamm und versuchen Sie, wenn möglich, den Bereich auf allen vieren zu verlassen, indem Sie sich auf eine möglichst große Körperfläche stützen. Vermeiden Sie es, Ihr gesamtes Körpergewicht auf einen oder zwei feste Punkte zu verlagern. 

 

Nehmen Sie ein vor Feuchtigkeit geschütztes Mobiltelefon, eine Pfeife und eine Taschenlampe mit. 

 

CROSS zur Erinnerung: 196 (regionales Einsatzzentrum für Überwachung und Rettung)

Begeben Sie sich an Orte, die Sie kennen, oder informieren Sie sich beim Rathaus und bei den Tourismusbüros.

Meiden Sie Gebiete mit starker Meeresströmung. Wir hatten schon die ganze letzte Märzwoche 2026 sehr hohe Wasserstände bei Flut, d.h. um 5m über NN. 

 
März 2026 und die Komorane nutzen die warme, felsige Landspitze von Pointe de Mousterlin, 
zwischen Bénodet und Beg-Meil.
 
Fouesnant ist besonders vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen. Wir sind in dieser Angelegenheit schon weit fortgeschritten, versichert Roger Le Goff der Bürgermeister von Fouesnant. Heute überlegen wir, wie wir das Meer zurückkehren lassen können, ohne die Ökosysteme zu zerstören.
 
Wer die Weite liebt, nutzt den langen feinsandigen Strand von Kerler. Er fällt sanft ab und bietet freien Blick auf das Archipel der Glénan Inseln.
 
Von der Pointe de Beg-Meil bis zur Pointe de Cap-Coz ist die Küste zu allen Seiten offen und bietet stets ein geschütztes Fleckchen Sand und fantastische Wandermöglichkeiten zum La Roche Percée/der durchbrochene Fels.
 
Die Spitze des Cap Coz in Fouesnant.

 

Die Anlegestelle von Beg-Meil 

beliebter Treffpunkt in Fouesnant

 

 

Nur einen Katzensprung vom kleinen Badeort Fouesnant entfernt, ist die Anlegestelle im Sommer das pulsierende Herz von Beg-Meil.

 

Hier trifft man sich, Busse aus Quimper bringen die Stadtbewohner hierher. Und mitten am Tag sind die Parkplätze rar.

 

Die Anlegestelle und die beiden kleinen Strände, die sie umgeben, werden von Menschen aller sozialen Schichten und Generationen besucht. Es ist ein fröhlicher und beliebter Ort, der all denen gefällt, die Unterhaltung, Gelächter und Planschen suchen.

 

Als Übergangsritus für Generationen von Teenagern bestimmen Sprünge ins Meer von der Anlegestelle aus den Rhythmus der Nachmittage. Inmitten der Jugendlichen, die sich gegenseitig anfeuern und schubsen, trifft man Stammgäste, die hier Kindheitserinnerungen wiederfinden.

 

Oben auf der Rampe sind Spielgeräte für Kinder aufgestellt. Die Kleinsten klettern auf den Spielgeräten herum, während die Erwachsenen die Bucht beobachten. Es ist wie ein großer Balkon, bemerkt ein Tourist. Von hier aus kann man bis nach Port-La-Forêt und Concarneau sehen.

 

Auf dem Wasser begegnen sich Paddle-Fans. Weiter entfernt warten Boote aller Art auf ihre Besitzer. Zweimal täglich, morgens und am frühen Nachmittag, bringen Schnellboote Besucher des Glénan-Archipels zur Anlegestelle.

 

 

 

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© Drohnenaufnahmen by Jan Hendrik Reimann und Fotos by Bernd Reimann 2026. Verbreitung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung möglich. Distribution et duplication uniquement avec autorisation.