West Alpen

 

Mit anderen Augen

 

Tauchen Sie ein in die ikonischen Landschaften der West Alpen.

 

Nicht jeder hat die Möglichkeit, die Landschaften, die Seen, die Skigebiete und die Pisten der Region zu erkunden.

Das Ziel ist, Dinge (wieder) zu entdecken, die vor allem Wanderer und den Liebhabern der Tour de France bekannt sind.

 

Alpe d'Huez hat sich in den letzten Jahren zu größter Radsportbeliebtheit entwickelt. Das liegt an den 21 Kurven.

Durch kleine, weiße Schilder mit blauer Schrift werden die Kurven angezeigt. Unten wird rückwärts gestartet ab 21 bis 1 nach oben gezählt. 2026 standen die Radsport-Fans zu tausenden an der Strecke und hatten schon eine Woche vor der Tour ihren Van an der Rennstrecke geparkt - um ihren Sportler abzuklatschen. 

 

Die Einwohner beeindrucken durch ihre extreme Gastfreundlichkeit und sind tief in die Bergkultur sowie den Traditionen dieser Ecke Frankreichs verwurzelt. Es findet wirklich eine Weitergabe des Know-hows zwischen den Generationen statt, sei es bei der Rinderzucht, der Herstellung des Beaufort-Käses oder der Geschichte des alten Dorfes Tignes, das nach dem Bau des Staudamms überflutet wurde.

 

Die Alpen befinden sich durch den Klimawandel in einem tiefgreifenden Wandel. Sie suchen nach ihrer neuen Rolle, die sich nicht mehr nur auf Skigebiete und die Tour de France beschränkt, sondern eine neue Identität umfasst, die Tourismus, Geschichte der Region verbindet. Das Ziel für die Bewohner wird einen neuen Weg zu finden, um die Region mit Leben zu füllen.

 

Saint-Véran

 

Das auf über 2.000 m Höhe gelegene Dorf gilt als die höchstgelegene bewohnte Gemeinde Europas – ein Titel, um den sich auch andere Gemeinden bewerben. Wer nur auf der Durchreise ist, sollte unbedingt den höchsten Punkt von Saint-Vernan auf 2936m besuchen. Dort Befindet sich die Sternwarte „Pic de Châteaurenard“, die das ganze Jahr über geöffnet ist.

Bei einem Spaziergang durch die Gassen entdecken wir Brotöfen, Brunnen und Missionskreuze. Um denen Besuch abzurunden, empfehle ich „Maison Traditionnelle“ und das Museum „Le Soum“, da erfahren wir mehr über die Geschichte der Gemeinde. Sportbegeisterte können im familienfreundlichen Skigebiet übernachten und die 36 km Pisten genießen.

 

La Grave

 

Ein absolutes Muss für Off-Piste-Fans

Neben den Wanderungen ist La Grave auch für sein Skigebiet bekannt, das jedes Jahr zahlreiche begeisterte Off-Piste-Skifahrer anzieht. Die Seilbahn von La Grave nach La Meije bringt sie direkt auf 3.200 m Höhe, wo sie die Gletscher der Meije und das gesamte umliegende Skigebiet, vor allem abseits der Pisten, genießen können. Jedes Jahr im April findet im Dorf ein legendärer internationaler Wettkampf statt: das Derby de la Meije. Für weniger erfahrene Wintersportler bietet sich zudem die Möglichkeit, die Umgebung auf sanfte Weise zu erkunden, insbesondere im südlichen Teil des Tals an den Orten Chazelet und Villar d’Arène. Im Sommer kann man dort wandern oder Canyoning und Rafting auf der Romanche betreiben. La Grave-La Meije liegt im Norden der Hautes-Alpes zwischen Les 2 Alpes und Serre-Chevalier und ist ein auf etwa 1.500m Höhe gelegener Skiort, der den Ruf genießt, ein hervorragendes Freeride-Gebiet zu sein. Die umliegende Landschaft bietet grandiose Panoramen, die ihresgleichen sucht: Tatsächlich erheben sich rund um den Ort mehrere Gipfel von über 3.000 Metern, darunter der Pic Gaspard (3.881 m), der Pic du Pavé (3.823 m), der Pic de la Grande Ruine (3.765 m) sowie der Pic de la Meije (3.983 m). In Le Chazelet bietet eine am Col des Portes errichtete Aussichtsplattform in über 1.800 m Höhe einen Panoramablick über das gesamte Tal. Im Ortskern befinden sich Häuser aus dem 17. Jahrhundert, die Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption, ein Bauwerk im romanisch-lombardischen Stil aus dem 11. Jahrhundert. 

 

 

 

Dieser kleine, authentische Skiort 

liegt in einem der 

schönsten Dörfer der West Alpen

 

Bonneval-sur-Arc ist das einzige „schönste Dorf Frankreichs“ in Savoyen. Dieses Bergdorf hat seine traditionelle savoyische Architektur bewahrt. Im Laufe der Jahre hat es sich jedoch erfolgreich diversifiziert und bietet seit den 1970er Jahren ein überschaubares Skigebiet mit 26 Pisten. Die Pisten werden in der Regel am letzten Wochenende vor Heiligabend geöffnet. 

 

Die Italienerin Sofia Goggia 

gewann den 

Super-G von Val d’Isère

 

 

Die Skirennläuferin Sofia Goggia hatte letztes Jahr im Winter 25/26 den Super-G von Val d’Isère gewonnen. Die Italienerin, Olympiasiegerin in der Abfahrt von 2018, hat sich bei diesem Super-G eindrucksvoll zurückgemeldet. Dank aggressiverer Fahrlinien erzielte sie mit 1 Minute 20 Sekunden und 24/100 die Bestzeit und lag damit 15 Hundertstel vor der Neuseeländerin Alice Robinson, die den ersten Super-G der Saison in St. Moritz gewonnen hatte. Nach ihrem 3. Platz in der Abfahrt sicherte sie sich bei ihrer Rückkehr nach Val d’Isère – acht Jahre nach ihrem letzten Weltcup-Rennen in Frankreich – ihren zweiten Podiumsplatz innerhalb von zwei Tagen und ihren vierten in fünf Rennen. Die Französin Camille Cerutti erzielte mit dem 5. Platz das beste Ergebnis ihrer Karriere, 82 Hundertstel hinter der Italienerin und eine halbe Sekunde vom Podium entfernt. 

 

 

 

 

Olympische Spiele 

in 

Val-d’Isère 2030 

 

 

 

Der Vorstand des Organisationskomitees für die Olympischen Winterspiele in Frankreich hat Val d’Isère gegenüber Méribel den Vorzug gegeben, um gemeinsam mit Courchevel einen Teil der Wettbewerbe im alpinen Skisport auszurichten.

 

Es war ein Kopf an Kopf Rennen, und letztendlich hat sich Val d’Isère durchgesetzt. Obwohl der savoyische Ferienort mit seinem Nachbarn Méribel im Wettbewerb stand, wurde er ausgewählt, einen Teil der alpinen Skiwettbewerbe auszurichten, die im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen stattfinden werden.

 

Zwar befand sich der Ferienort Val-d’Isère auf der ersten Standortkarte zunächst in einer guten Position, wurde jedoch von Méribel überholt, da sich dort aufgrund der geografischen Nähe ein Zentrum rund um den alpinen Skisport gebildet hatte, das gemeinsam mit Courchevel entstand.

 

Es wurde jedoch ein Bewerbungsdossier mit Unterstützung von Jean-Claude Killy, dem dreifachen Olympiasieger von Grenoble 1968, sowie von Laurent Wauchiez erstellt. Letztendlich erhielt Val d’Isère gemeinsam mit Courchevel den Zuschlag für die Ausrichtung der alpinen Skiwettbewerbe im Jahr 2030.

 

Konkurrent Méribel hatte sich zuvor aus dem Rennen zurückgezogen, da man die Idee abgelehnt hatte, ausschließlich die Schneewettbewerbe der Paralympics auszurichten, bevor die Kommunalwahlen und die Wahl des neuen Bürgermeisters von Méribel, Bernard Front, das Vorhaben wieder in Gang brachten. Er hatte im Mai 2026 angekündigt, dass Méribel der „Austragungsort für die alpinen Skirennen der Frauen“ werden sollte - ohne Erfolg.

 

 

 

Ein „Berg aus Licht“. Die Embleme der Winterspiele, die 2030 in den französischen Alpen stattfinden, wurden in Briançon/Hautes-Alpes vor einer Vielzahl von Amtsträgern und Sportlern vorgestellt. „Dies ist die Enthüllung unseres Gesichts, unserer visuellen Identität – ein wegweisendes Ereignis“, erklärte Edgar Grospiron, Präsident des Organisationskomitees (Cojop).

 

„Diese beiden Embleme, die zeitlos und modern sein sollen, sind von dem inspiriert, was uns ein Berg bei Sonnenaufgang offenbaren kann, erklärt der Präsident des Organisationskomitees. Denn zum ersten Mal in der Geschichte der Spiele sind die olympischen und paralympischen Logos in ihrer grafischen Gestaltung „komplementär“, betonte Edgar Grospiron, für den sich in beiden Wettkämpfen „genau dieselben emotionalen Elemente“ wiederfinden, mit „Athleten, die ihr Bestes geben wollen“.

 

Diese gesamte visuelle Identität wurde am späten Nachmittag im Rahmen einer Zeremonie im Parc des Sports von Briançon der Öffentlichkeit vorgestellt – genau an jenem Ort, an dem die Wettkämpfe im Freestyle-Ski und Snowboard in den Skigebieten Montgenèvre und Serre-Chevalier stattfinden sollen. Das Athletendorf wird hingegen im Fort Vauban eingerichtet, das die Gemeinde in den Hautes-Alpes überragt.

 

Letzteres symbolisiert laut Edgar Grospiron „das Engagement zweier Regionen für diese Spiele, auch wenn die Region Süd nicht mehr über den Standort Nizza verfügt“. Und dies, obwohl die Organisatoren im vergangenen Mai beschlossen hatten, alle Eissportwettkämpfe von Nizza nach Lyon zu verlegen, nachdem der neue Bürgermeister Eric Ciotti sich geweigert hatte, eine temporäre Eislaufbahn im Fußballstadion der Stadt einzurichten. Die übrigen Wettbewerbe werden sich auf Savoyen und Hochsavoyen verteilen.

 

 

Tour de France 

20.te Etappe

Le Bourg d’Osisans > Alp d’Huez 

 

 

 

Richard Carapaz gewann zwei von drei Etappen in den Alpen im Bergtrikot, Sepp Kuss entging nur knapp einer Katastrophe und Tadej Pogacar, der Träger des gelben Trikots und der Führende der Gesamtwertung der Tour de France, half Isaac Del Toro dabei, seinen dritten Platz auf dem Podium am Samstag, dem 25. Juli 2026, zu festigen. Der Slowene bewies bei dieser Königsetappe Selbstlosigkeit. Zu hart für ein Feld, das nach drei so anspruchsvollen Wochen erschöpft war.

 

„Ich habe Isaac geholfen, auf das Podium zu kommen, aber er hat mir zuvor geholfen, das Gelbe Trikot zu tragen“, berichtete Tadej Pogacar, der entspannter denn je wirkte. „Es war mir eine Ehre, in den letzten zwei Stunden für ihn zu fahren. Ich habe es gerne getan und mir wird bewusst, wie schwierig es ist, für jemand anderen zu arbeiten.“

 

 

Die Königsetappe dieser 113. Ausgabe mit mehr als 5.450 Höhenmetern auf 174 km, drei Pässen der Sonderkategorie (Croix de Fer, Galibier und Sarenne, nicht zu vergessen der Télégraphe der 1. Kategorie) hatte im Ziel über 100.000 Fans an den 21 Kurven hoch nach Alp d'Huez 

 

Der Belgier Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – Hangsrohe) ist bei der Tour noch nie auf diesem Niveau gefahren und untermauert damit seine Fortschritte. Remco nutzte den Ausstieg von Jonas Vingegaard (Visma Lease a Bike), um in die Rolle des „Zweitplatzierten“ zu schlüpfen, der mittlerweile keinen Tag mehr ohne Erfolg kennt. 

Der Debütant Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) erreichte bei seiner ersten Tour de France Teilnahme auf Anhieb Platz 4. Eine absolute Sensation - diesen Namen werden wir in der Zukunft öfter hören.

 

Der Träger des Gelben Trikots zeigte kein Interesse an der Etappe, im Gegensatz zu Richard Carapaz (EF Education Easypost) und Sepp Kuss (Visma Lease a Bike), den letzten Überlebenden der Bergfluchtgruppe. Der Ecuadorianer konnte sich wie bereits in Orcières-Merlette durchsetzen und nutzte diese vorletzte Etappe, um sich die Bergwertung zu sichern.

 

Isaac Del Toro schien auf dem Galibier, wo die Luft in der Höhe dünn wird, nicht in Bestform zu sein. Sein Teamkapitän übernahm die Führung und kontrollierte das Geschehen, ohne jemals in Panik zu geraten, während Nicolas Prodhomme sich als vorbildlicher Teamkollege erwies, um eine Offensive seines Teamkapitäns zu unterstützen. „Als Isaac ins Team kam, haben wir uns sofort gut verstanden“, fügte der zweifache Weltmeister hinzu. „Er hat eine gute Ausstrahlung, Sinn für Humor und hat sich stets in meinen Dienst gestellt,“ so brachte es Tadej Pogacar auf den Punkt, nach dem Zieleinlauf.

 

Tadej Pogacar streckte auf der Ziellinie in Paris auf der Champs-Elysées seine 5 Finger aus, damit deutete er auf seinen 5.ten Tour de France Sieg hin. 

 

Die Top 10 Fahrer in der Gesamtwertung nach 21 Etappen:

#1   T. Pogačar       73h56’26''     

#2   R. Evenepoel    + 6’26“

#3   I. del Toro        + 9’42" 

#4   P. Seixas          +11’56"

#5   M. Martinez     +13’02"

#6   M. Skjelmose   +14’59"  

#7   J. Ayuso           +17’48"

#8   R. Carapaz       +20’00"

#9   T. Pidcock        +29’28"

#10  J. Jegat          +33’21"

 

 

 

 

Richard Carapaz 
der 
Bergkönig 2026
 
 
 
Am 25. Juli 2026, gewann Richard Carapaz (EF Education – EasyPost) die 20. Etappe der Tour de France zwischen Bourg d’Oisans und Alpe d’Huez. Ein zweiter Sieg innerhalb von drei Tagen für den Ecuadorianer, der sich damit den Titel des besten Bergfahrers dieser 113. Ausgabe gesichert hat. Er ist zweifellos der Mann dieser dritten Woche. Nachdem Richard Carapaz bereits am Donnerstag in Orcières-Merlette gesiegt hatte, wiederholte er diesen Erfolg einige Tage später, auf dem Gipfel Alpe d’Huez während der Königsetappe, mit 5.500 Höhenmetern, 170 km und nicht weniger als vier anspruchsvollen Anstiegen. Richard Carapaz genießt dieses Tour-Finale für sich und sein Team. Im Ziel beschrieb Richard sein Rennen: Ich lag erneut gemeinsam mit Sepp Kuss an der Spitze. Diesmal harmonierte es gut zwischen uns. Es war ein aggressiveres Rennen, und ich wusste, dass der Schlussabschnitt 30 Minuten voller Anstrengung erfordern würde, um den Sieg zu erringen. Als Sepp mich attackierte, war ich immer noch recht nah an ihm dran und sah, wie er stürzte. Ich weiß nicht, was genau passiert ist, aber ich blieb konzentriert. Ich habe bis zum letzten Meter enorm gelitten. Doch als ich als Sieger die Ziellinie überquerte, war es die Mühe wert. Dieser Sieg war wichtig für mich, weil ich wegen einer Darmoperation in diesem Jahr, schon auf den Giro d’Italia verzichten musste. Nach der Operation konnte ich drei Wochen lang nicht Rad fahren. Körperlich hatte ich Vertrauen in mein Team. Sobald feststand, dass ich bei der Tour dabei sein konnte, haben wir hervorragende Arbeit geleistet. Ich wusste, dass die erste Woche schwierig werden würde.  

Der Däne Mads Pedersen mein Favorit bei dieser Tour, sicherte sich das grüne Trikot. Der Sprinter von Lidl-Trek übernahm nach dem Col de la Croix de Fer die Führung beim Zwischensprint und sicherte sich damit seinen Platz auf dem Podium bei dieser Tour.

 

 

 

 Isaac Del Toro hatte in dieser Saison die letzte Etappe der Tour Auvergne-Rhône-Alpes gewonnen und im Ziel am Plateau de Solaison triumphierend die Arme in die Höhe gereckt.
Das Plateau de Solaison gehört zu den legendären Orten rund um den Lac d’Annecy. 
 
Bild 2    Lac du Clou
 
Murmeltiere, Tarentaise-Rinder, Lärchen und überall Blumen. Der Lac du Clou ist nicht nur eine Oase der Ruhe für Fauna und Flora, sondern auch für den Wanderer ideal, nach einer vierstündigen, recht steilen Wanderung. Dieser kleine, friedliche See liegt auf 2.373 Metern Höhe in der Gemeinde Sainte-Foy-Tarentaise und ist vom Parkplatz aus, nach einem Höhenunterschied von fast 600 Metern, zu erreichen. Doch die Anstrengung lohnt sich angesichts des Ausblicks, der sich dort oben bietet: Der Kessel des Vallon du Clou bietet einen atemberaubenden Blick auf die Gletscher von Les Balmes und den Mont Pourri. Und dies ist bei weitem nicht der einzige See in dieser Gegend, einfach mal die vielen Wander Apps nutzen, um neue Wanderideen zu finden.
 
 

Bild 3   Le Lac des Vaches

 
Dieser See ist eines der Wahrzeichen des Nationalparks Vanoise und ein legendäres Tor zum GR 5. Ein sehr gutes Gleichgewicht, wäre von Vorteil. Der Lac des Vaches befindet sich auf 2.318m Höhe in der Kommune Pralognan la Vanoise, dieser See  lässt sich dank eines seit 1949 auf Steinplatten angelegten Durchgangs durchwatet überqueren. Mit einem grandiosen Blick auf die Grande Casse, den höchsten Gipfel 3.855m des Départments Savoie, könnte man sich fast wie Moses fühlen. Diese Umgebung strahlt vor allem echte Gelassenheit aus. Der Col de la Vanoise und dessen Berghütte erwartet die Wanderer einige Kilometer weiter flussaufwärts. 

 

 

 

Bild 7 Le Lac d’Allos Trekkingtour
 
Er ist der größte natürliche Hochgebirgssee Europas auf einer Höhe von 2.230m gelegen.
Der Lac d’Allos liegt eingebettet im Herzen des atemberaubenden Nationalparks Mercantour. Es handelt sich um einen Gletschersee, der reich an Forellen ist und dessen Wasser durch einen unterirdischen Durchgang abfließt.
Hier kann man die Wanderung zum Mont Pelat 3.051m fortsetzen oder einfach die Ruhe der Umgebung genießen. Es ist unmöglich, sich unter den vielen Seen in den West Alpen für einen See zu entscheiden, denn jeder See übertrifft den anderen Bergsee an Schönheit.
 

 

Hier sind einige Tipps 

für einen risikofreien Einstieg in 

die erste längere Trekking Tour

 

 

Mit Rucksack, Zelt und Kocher für mehrere Tage in den Bergen wandern – das ist ein Abenteuer, das viele zum Träumen bringt. Doch wie startet man unter den besten Voraussetzungen, wenn man noch nie eine Trekkingtour unternommen oder im Freien übernachtet hat? Hier sind einige Tipps, die jeden helfen, seine ersten Schritte zu machen. Sowohl in den West Alpen als auch am anderen Ende der Welt findet das Trekking immer mehr Anhänger.

 

Das Prinzip, mit Zelt, Schlafsack, Kocher und allem Notwendigen, um mehrere Tage lang völlig autark und fernab der Zivilisation zu überleben, die Berge zu bezwingen. Allein oder mit Freunden die Trekkingtouren beschreiten, die sich durch die West Alpen schlängeln.

 

Von einer Trekkingtour zu träumen, tun manche schon seit Jahren, ohne sich jedoch zu trauen, den ersten Schritt zu wagen.

 

Aus Angst vor dem Unbekannten, aus Sorge, nicht fit genug zu sein, oder einfach aus Unkenntnis der Techniken und der Ausrüstung. Dieses Hobby ist jedoch gar nicht so unzugänglich.

 

Natürlich ist eine gute körperliche Verfassung unerlässlich, d.h. wenn wir 9 Wochen vor der Trekkingtour mit 3x wöchentlich Aktivitäten die länger als 20min dauern starten, stärken wir unser Herz für die Trekkingbelastung und die Sehnen für bergauf und bergab Belastungen. Entscheidend ist der eigene Wille, wir müssen jede Herausforderung annehmen und dann weiter Zielorientiert wandern und nicht Jammern.   

 

Trekking zu betreiben bedeutet, Höhenunterschiede von über 1.000 Metern an einem einzigen Tag bewältigen zu können – auf oft steilen Wegen, mehrere Stunden Fußmarsch von der „Zivilisation“ entfernt. Wenn wir bereits Tageswanderungen in den Bergen unternommen haben, ist das ein guter Anfang. Doch mit einem Rucksack von etwa zehn Kilogramm nimmt die Anstrengung ganz andere Ausmaße an.

 

Zuallererst müssen wir in guter körperlicher Verfassung sein. Um unsere Ausdauer und Atemkraft zu trainieren, ist es ideal, regelmäßig intensives Gehen oder Trailrunning mit steilen Anstiegen zu betreiben, die Steigung kann man auf dem Laufband einstellen. Außerdem sollten wir unseren Rucksack unter realen Bedingungen testen, d. h. ihn mit mindestens 8 kg beladen und vier bis fünf Stunden am Stück auf einer hügeligen Strecke wandern.

 

Ein letzter Punkt, den jeder vor der Abreise beachten sollte: Das Auf- und Abbauen des Zeltes sollte jeder im Garten oder in einem Park öfter bei wenig Wind getestet  haben. So erspart man sich nach einem anstrengenden Wandertag böses Kopfzerbrechen.

 

 

Routenplannung

 

Beim Wandern ist kein Platz für Improvisation, vor allem als Anfänger. Es ist wichtig, sich nicht ins Ungewisse zu begeben, sondern die Route sorgfältig im Voraus zu planen. Wir sollten eine Route wählen, die unseren Fähigkeiten entspricht, aus den Wanderungen im Frühjahr mit katalogisierten Wanderwegen; diese sind zuverlässig und in der Regel gut gepflegt und ausgeschildert.

 

Vor der Abreise sollten wir eine oder mehrere IGN-Karten, auf denen die Route eingezeichnet ist (idealer Maßstab 1:25.000e) besorgen. Diese lassen sich problemlos im Internet bestellen oder in bestimmten Sportgeschäften erwerben.Diese kleinen Hefte sind wertvolle Ratgeber für Anfänger. Sie stellen die wichtigsten Wanderrouten in Frankreich vor, mit detaillierten Karten und genauen Angaben zu jedem Abschnitt.

 

Plane  anschließend deine Route Tag für Tag mit den Etappen und Zielen, die du anstrebst.

 

Plane zu Beginn nicht mehr als 5 Stunden Wanderzeit und 800m Höhenunterschied pro Tag ein. Im Falle eines Gewitters sollte jeder eine Ausweichmöglichkeit z.B. eine unbewachte Berghütte, in deren Nähe die Übernachtung stattfinden sollte. Jeder sollte sich darüber informieren, ob das Zelten bzw. das Biwakieren erlaubt ist und in welchen nicht: Einige Naturparks oder Gemeinden erlassen diesbezügliche Einschränkungen in den West Alpen.

 

Es gibt gute Smartphone-Apps, um eine Route in den Bergen zu verfolgen, manchmal auch ohne Netzempfang. Aber Vorsicht: Im Gegensatz zur guten alten Karte ist das Smartphone nicht unfehlbar, und der Akku muss auf einer Wanderung „sparsam eingesetzt“ werden (selbst mit einem Zusatzakku ist der Akku schnell leer). Es wäre ärgerlich, wenn man mitten in den Bergen ohne Strom dasteht.

 

 

Den richtigen Rucksack auswählen

 

Erste wesentliche Voraussetzung in Sachen Ausrüstung: den richtigen Rucksack zu finden. Nicht zu klein, damit genügend Ausrüstung Platz findet, und auch nicht zu groß … damit wir nicht in Versuchung geraten, zu viel mitzunehmen! Für eine einwöchige Trekkingtour in völliger Selbstversorgung ist ein Rucksack mit 60 oder 70 Litern Fassungsvermögen ein guter Richtwert. Wir können dieses Volumen abschätzen, indem wir eine genaue Checkliste unserer Ausrüstung erstellen. Dabei sollte eine wichtige Regel beachten: Jeder sollte nicht mehr als 20 % seines eigenen Körpergewichts tragen.

 

Den Rucksack sollten wir schon im Geschäft anprobieren, um sicherzustellen, dass er gut zu unserer Körperform passt. Schultergurte, Hüftgurt, Rückenpartie … Wir sollten nicht Zögern, den Verkäufer zu bitten, die Einstellungen vorzunehmen und die Gurte auf die für Sie richtige Höhe einzustellen. Zur Erinnerung: Der Großteil des Gewichts sollte auf den oberen Hüften und nicht auf den Schultern lasten.

 

 

Den passenden Schuh finden

 

Beim Wandern ist der Komfort unserer Füße entscheidend. Hohe Wanderschuhe werden zunehmend zugunsten niedrigerer und leichterer Modelle im Trail-Stil aufgegeben. Wenn wir uns für diese Variante entscheiden, müssen unsere Knöchel und Sehnen gut trainiert sein, um das Risiko von Verstauchungen zu minimieren, die Alternative wäre ein schwerer Schuh.Vorsicht, bei zu schweren Schuhen folgen oftmals Kniebeschwerden.

Auch die berühmten Gore-Tex-Modelle (eine Marke für wasserdichte Membranen) sind nicht unbedingt notwendig: Nach mehreren Stunden Regen werden die Füße unweigerlich nass, und die Schuhe brauchen viel länger zum Trocknen als ein klassisches Paar. Dagegen können Zehenschutzkappen (Schutz vor Stößen im Zehenbereich) nützlich sein.

Wie beim Rucksack sollten wir nicht vergessen, vor unserer Trekkingtour einige Ausflüge mit unseren neuen Schuhen zum Spazierengehen oder Joggen zu unternehmen. Das verringert das Risiko von Blasen, auch wenn es dieses nicht vollständig beseitigt (Pflaster mitnehmen nicht vergessen).

 

 

Garderobe 

 

Der erste Fehler eines Trekking-Anfängers besteht darin, seinen Rucksack zu überladen. Man möchte auf Nummer sicher gehen und nimmt möglichst viel Ausrüstung mit, die man letztendlich kaum oder gar nicht nutzen wird. Leichtes Reisen beginnt in erster Linie bei der Kleidung. Befolgen Sie die „3er-Regel“: nicht mehr als 3 Unterwäscheteile, 3 Paar Socken, 3 T-Shirts und 3 Schichten Oberbekleidung (zum Beispiel zwei atmungsaktive Sweatshirts und ein gutes Fleece-Shirt)… Nicht zu vergessen eine kurze Hose, eine lange Hose und eine wasserdichte Jacke.

 

 

Proviantvorräte optimieren

 

Konservendosen sind out, Gläser oder sogar Bier sollten wir meiden.. Das ist viel zu schwer, wird zu schnell verbraucht, und man schleppt den Müll anschließend wie einen Klotz am Bein mit sich herum.

Um sich jeden Morgen vor dem Aufbruch mit Energie zu versorgen, gilt morgens ein reichhaltiges Frühstück, bestehend aus Müsli, Milch und Schokoladenpulver, das in einem halben Liter Wasser aufgelöst und auf dem Kocher erhitzt wird. Packen Sie anschließend Tütchen mit Nüssen und Trockenfrüchten ein, aus denen Sie den ganzen Tag über naschen können, um eine gleichmäßige Energiezufuhr zu gewährleisten: Haselnüsse, Mandeln, Cashewnüsse, Rosinen, getrocknete Aprikosen … Dazu ein wenig Wurst und Käse.

Am Ende des Tages belohnen wir uns mit einer kalorienreichen Mahlzeit auf dem Kocher. Gefriergetrocknete Gerichte, Suppenpulver, Nudeln, Weizen, Grieß … Kurz gesagt: alles, was nicht zu schwer ist und sich schnell zubereiten lässt, damit wir nicht zu viele Gaspatronen verbrauchen.

Wir sollten nicht mehr als fünf Tage Verpflegung einplanen, um sich nicht zu sehr zu belasten. Wenn wir länger unterwegs sind, sollten wir die Lebensmittelgeschäfte entlang unserer Route genau ausfindig machen, um unsere Vorräte unterwegs aufzufüllen.

 

 

Wassermangel vermeiden

 

Wasser ist das A und O beim Wandern. Im Sommer verbrauche ich aufgrund der Hitze und der Höhenunterschiede enorm viel Wasser. Es ist jedoch schwierig, ständig mehr als 2 bis 3 Liter mitzuführen, daher schon einen Tag zuvor mit Wasser trinken anfangen, der Körper lagert das ein - falls nicht trockene Brote oder gekochte Kartoffeln mit Olivenöl essen.

 

Bevor jeder morgens aufbricht, sollten  systematisch die Wasserstellen auf unserer Karte ausfindig gemacht werden. An Brunnen, Quellen und Bächen können problemlos die Vorräte aufgefüllt werden. Sei jedoch bei den beiden letztgenannten vorsichtig: Sie können ausgetrocknet sein, temporäre Wasserläufe sind auf den IGN-Karten gestrichelt dargestellt.

 

 

Grundsätzlich sollten wir stehende Gewässer meiden, dass beugt Magenbeschwerden vor. Selbst Gebirgsbäche sind nicht ganz risikofrei: Das Wasser kann stromaufwärts durch eine Herde oder einen Tierkadaver verunreinigt sein. Um sich davor zu schützen, empfehle ich Tabletten vom Typ „Micropur“ in der Apotheke zu kaufen: eine Tablette pro Liter, zwei Stunden Wartezeit, und Sie können das Wasser gefahrlos trinken. Ich habe das auch schon nach wenigen Minuten getrunken, die Folge war Gasbildung.

 

 

Den richtigen Übernachtungsplatz finden

 

Sein Zelt an einem paradiesischen Ort aufzuschlagen, ist der Traum eines jeden Wanderers. Doch dies kann zum Albtraum werden, wenn bestimmte Regeln nicht beachtet werden.

Auch wenn die Aussicht dort oben wunderschön ist, sollten wir Pässe und Bergrücken meiden – Orte, die dem Wind ausgesetzt sind. Wir sollten auch auf überschwemmungsgefährdete Bereiche an Seen und Flüssen achten, falls es nachts zu einem Gewitter kommen sollte. Ideal wäre in der Nähe einer Wasserquelle zu bleiben. Wir benötigen diese, um uns ein wenig frisch zu machen, das Abendessen zuzubereiten, das Geschirr zu spülen und die Trinkflaschen aufzufüllen, bevor wir am nächsten Tag weiterziehen.

Wir sollten das Zelt nicht vor dem späten Nachmittag aufbauen. 

Das Zelt bei Tagesanbruch wieder abbauen; andernfalls könnte das als wildes Campen gewertet werden, was überall in den West Alpen verboten ist.

 

 

Die Auswirkungen auf die Umwelt minimieren

 

Keine Spuren hinterlassen, dass sollte das Mantra eines perfekten Wanderers sein! 

Dies gilt natürlich für den Müll, den jeder von uns wieder mitnimmt (die Hütten sammeln ihn nicht ein), sowie für die von Ihnen verwendete Seife und Zahnpasta (kaufen Sie diese in der Bio-Abteilung im Sortiment der Naturprodukte). Was das große Geschäft betrifft, so greife mangels Toiletten auf der Strecke auf die altbewährte Methode zurück: Grabe ein Loch in den Boden oder den Humus, vermischen die Exkremente mit Toilettenpapier mithilfe eines Stocks und achte darauf, das Loch wieder sorgfältig zuzuschütten.

 

 

Minimiere das Risiko 

 

In den Bergen geht die größte Gefahr vom Himmel aus. In der Höhe können sich die Wetterbedingungen sehr schnell ändern, selbst wenn der Himmel am Morgen noch strahlend blau ist. Oft bilden sich am Nachmittag Cumulonimbus-Wolken, und es kommt nicht selten vor, dass am späten Nachmittag oder mitten in der Nacht Gewitter, die mitunter heftig ausfallen können, losbrechen.

 

Sollte sich das Wetter verschlechtern, plane einen Ausweichplan ein, z.B. eine Berghütte oder Weiler. Und behalte die Vorhersagen im Auge. Um zu wissen, wie das Wetter wird, sollte man eine Wetter-App auf das Smartphone downloaden. Es gibt Dutzende davon. Ich nutzte 2 Apps, die von Météo France und Windy 18,99 € pro Jahr für die Premium-Version, werbefrei und präziser oder Météociel noch kostenlos.

 

Bitte beachtet, dass in den Bergen der Mobilfunkempfang oft schlecht ist, sodass Sie die Apps nicht überall genutzt werden können. Achtet außerdem darauf, euren genauen Standort anzugeben, da die Vorhersagen von Tal zu Tal unterschiedlich ausfallen.

 

Generell gilt: Überschätze deine Fähigkeiten nicht. Die Berge sind nach wie vor ein schwieriges Umfeld und Unvorsichtigkeit wird nicht verziehen. Im Zweifelsfall ist es besser, aufzugeben und umzukehren, als weiterzumachen und einen Unfall zu riskieren. Ganz gleich, ob alleine oder mit Freunden gewandert wird – informiere stets einen Freund oder Angehörigen über die Route, die du nehmen möchtest.

 

Ergänzend zu meinen Tipps solltest du gerne spezialisierte Websites konsultieren und sich von Bergfachleuten beraten lassen (Sportgeschäfte, Hüttenwirte, Wanderbegleiter und Bergführer). 

 

Viel Spaß beim Wandern bon trek !

 

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© Drohnenaufnahmen by Jan Hendrik Reimann und Fotos by Bernd Reimann 2026. Verbreitung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung möglich. Distribution et duplication uniquement avec autorisation.