Der Balearensturmtaucher/Puffinus mauretanicus, pflanzt sich ausschließlich auf den Balearen im Mittelmeer fort.
Der Balearen-Sturmtaucher besiedelt Klippen, Inseln, wo er Steinblöcke, Höhlen oder Spalten zum Nisten nutzt.
In Frankreich ist er historisch gesehen in folgenden Gebieten vertreten: Küste von Le Havre, Bucht von Mont-Saint-Michel, Bucht von Saint-Brieuc, Iroise-Meer, Bucht von Douarnenez, Küste der Vendée/Île d'Yeu, Küste des Baskenlandes und Capbreton.
Er gilt als der am stärksten bedrohte Seevogel Europas. Der weltweite Bestand dieser Art ist gering und rückläufig. Seit 2004 gilt er in Europa als „vom Aussterben bedroht” und ist in Frankreich unter Naturschutz gestellt.
Angesichts des Rückgangs der Populationen koordinierte SEO/BirdLife 2011 den ersten internationalen Aktionsplan zum Schutz des Balearensturmtauchers, in dem Frankreich nachdrücklich aufgefordert wurde, sich für den Schutz dieser bedrohten Art einzusetzen.
Im Jahr 2020, nach mehr als einem Jahr der Konsultationen und unter der gemeinsamen Koordination des französischen Amtes für Biodiversität und der DREAL Bretagne, verabschiedet Frankreich einen nationalen Aktionsplan zugunsten dieser Art.
Dieser Aktionsplan zielt in erster Linie darauf ab, den Druck auf die Art zu verringern, beispielsweise durch Interaktionen mit der Fischerei und mit Wassersport- und Freizeitaktivitäten oder durch potenzielle Interaktionen mit künftigen Offshore-Windparks, um ihren Erhaltungszustand zu verbessern.
Das allgemeine Ziel besteht darin, die Berücksichtigung der Erhaltungsproblematik des Balearensturmtauchers in den von ihm bevorzugten Funktionsbereichen - Futteraufnahme, Ruhe, Mauser- zu verbessern, indem der Druck durch Motorboote, Segeln, Kitesurfen und Freizeitfischerei, verringert wird.
Konkret geht es darum, einen Informationsaustausch zu organisieren und die Praktiken der Nutzer zu verbessern, indem mit den sozialen und beruflichen Vertretern der Freizeitwassersportler und Freizeitfischer auf regionaler/nationaler Ebene, aber auch mit den Vereinen und den Nutzern selbst auf lokaler Ebene zusammengearbeitet wird.