Boris - eine menschliche Dimension,         der es versteht, den Geschmack des Meeres zu vermitteln!          

Es ist das intensivste und härteste Einhandsegel Rennen der Welt  -  Leben am Limit!

Denn während des Rennens ist ein Boot gesunken. 

Außergewöhnlich war am 30. November 2020, Kevin Escoffiers Notruf.

Auf dem dritten Platz liegend, 20 Meilen vom zweiten Platz entfernt bei 6m hohen Wellen mit fast 60km/h über das Wasser fliegend und sich dem Kap der Guten Hoffnung näherte, da löste Kevin Skipper von PRB, ein Notsignal aus. Sein Boot sinkt. Kevin war gezwungen, seine Rettungsinsel zu besteigen.

In dieser beängstigenden Nacht konnte der Bretone Jean Le Cam (61) in einer unglaublichen Rettungsaktion und nach stundenlanger Suche Kevin Escoffier in seiner Rettungsinsel finden und an Board nehmen. Das Tolle daran, es ist wie eine Weltumsegelung, aber auch wie ein Rennen, bei dem jeder Segler das Beste aus sich herausholt und wie in diesem Notfall alles gibt um Leben zu retten.

Das ist der Grenzbereich der von den Hochseeseglern gelebt wird.

 

Alex Thomson der mit seiner Yacht Hugo Boss während der Regatta, durch den Sturm segelte, mußte zwangsläufig erfahren, dass die Scherkräfte doch größer waren als zuvor berechnet, denn sein ganz neu konstruiertes Boot riss im Sturm an mehreren Stellen und einige Stringer sind einfach zerbrochen. 

Genießen wir das Abenteuer der Vendée Globe. 

 

Abenteuerlicher hätte es für Boris Herrmann kaum laufen können.

Kurz vor 21 Uhr sendete sein Team :"Colission Fishtrawler" und das keine 150 km entfernt vor dem Zielhafen. Nach über 50.000 km gesegelter Strecke kommt Boris ein Fischkutter in die Quere. Dabei sagte Boris vor der Vendée Globe:" Ankommen wäre mein tiefster Wunsch."

 

Charlie Dalin überquerte die Ziellinie in Les Sables-d'Olonne am Mittwoch, den 27. Januar 2021 um 20:35 und 47 Sekunden. Er wurde jedoch nicht zum Sieger dieser 9. Ausgabe der Vendée Globe erklärt. Fast zur gleichen Zeit (20:50 Uhr) traf ein Donnerschlag, Boris Herrmann, der als Dritter in Les Sables-d'Olonne ankommen sollte, auf einen Fischkutter.  Boris überquerte die Ziellinie - bei seiner ersten Vendée Globe Teilnahme - als fünfter, weil er wegen umfangreicher Schäden am Steuerbord-Foil und dem gerissenen Stahlseil, das den 30m hohen Mast fixiert mit geringer Geschwindigkeit nach der Havarie weiter bis ins Ziel segelte.
 
Der Malouin Louis Burton kam gegen Mitternacht als zweiter über die Ziellinie in Les Sables-d'Olonne an. Louis hat eine Einigung erzielt, das viel beneidete Manuard-Design, der L'Occitane das in Nantes gebaut wurde und bis dahin in den Händen von Armel Tripon war, zurückzukaufen.
Louis Burton sagte Ende Februar 2021:“ Wir haben das Glück, die L'Occitane von Armel zu segeln, bevor sie überholt wird, was sehr interessant ist. So können wir sehen, wie das Boot von der Vendée Globe zurückkam und mit den Vorbereitungen beginnen, die für die Saison 2021 notwendig sind", erklärt der Segler, dessen Boot bald den neuen Namen Bureau Vallée 3 tragen wird.
Louis und Crew starten die Saison mit der Europa-Rundfahrt, "deshalb haben wir es auch ein bisschen eilig, wir müssen Anfang Mai 2021 segelfertig auf dem Wasser sein, es geht alles sehr schnell".
 
Damien Seguin (APICIL Group) ist der sechste Skipper, (mehrfacher Weltmeister & Olympiasieger) der die Ziellinie überquerte. Er liegt ein paar Minuten vor Giancarlo Pedote (Prysmian Group). Sie erreichten das Ziel hinter Jean Le Cam und seiner 16h-Zeitgutschrift für die Rettung von Kevin Escoffier. Als Achter angekommen, klettert Jean Le Cam wegen der Zeitgutschrift - fairerweise - auf Platz 4.
 
 *Malouin = Bewohner von St.Malo
 

 

 

Die Top3 Plazierungen incl. Boris mit Details bei der Vendée Globe Ausgabe 9:
  • 1 Platz – "Maître Coq IV” (Yannick Bestaven), im Ziel: 28.01.2021 um 3:19:46 UTC, gesegelte Zeit: 80 T 13 Std. 59 Min. 46 Sek. Zeitgutschrift:  -10 Std. 15 Min. 00 Sek., Offiziell korr. Zeit: 80 T 3 Std. 44 Min 46 Sek.
    Durchschnittsgeschwindigkeit auf theoretischem Kus: 24.365,74 sm / 12,60 kn.
    Gesegelte Seemeilen über Grund: 28.583,80 Seemeilen bei einem Durchschnitt von 14,78 Knoten 
     
  • 2 Platz – "Apivia” (Charlie Dalin), im Ziel: 27.01.2021 um 19:35:47 UTC, gesegelte Zeit: 80 T 6 Std. 15 Min. 47 Sek.
    Keine Zeitgutschrift. Rückstand zu Platz 1: 2 Std. 31 Min. 1 Sek.
    Durchschnittsgeschwindigkeit auf theoretischem Kus: 24.365,74 sm / 12,65 kn
    Gesegelte Seemeilen über Grund: 29.135,01 Seemeilen bei einem Durchschnitt von 15,13 Knoten
     
  • 3 Platz – "Bureau Vallée 2” (Louis Burton), im Ziel: 27.01.2021 um 23:45:12 UTC, gesegelte Zeit: 80 T 10 Std. 25 Min 12 Sek. Keine Zeitgutschrift, Rückstand auf Platz 1: 6 Std. 40 Min. 26 Sek., Rückstand auf "Apivia": 4 Std. 9 Min. 25 Sek.
    Durchschnittsgeschwindigkeit auf theoretischem Kurs: 24.365,74 sm / 12,62 kn
    Gesegelte Seemeilen über Grund: 28.649,99 Seemeilen bei einem Durchschnitt von 14,84 Knoten
     
  •  
  • 5 Platz – "Seaexplorer – Yacht Club de Monaco” (Boris Herrmann), im Ziel: 28.1.2021 um 11:19:45 Uhr, gesegelte Zeit: 80 T 20 Std. 59 Min. 45 Sek., Zeitgutschrift: -6 Std. 00 Min. 00 Sek.
    Offizielle korr. Segelzeit: 80 T 14 Std. 59 Min. 45 Sek.
    Rückstand auf Platz 1: 11 Std. 14 Min. 59 Sek.
    Durchschnittsgeschwindigkeit auf theoretischem Kurs: 24.365,74 Seemeilen / 12,55 Knoten
    Gesegelte Seemeilen über Grund: 28.448,53 Seemeilen bei einem Durchschnitt von 14,66 Knoten
 

 

Bei der Vendée Globe Ausgabe 2020/21 segelten 6 Skipperinnen und 27 Skipper, allein um die Welt.

Das härteste Einhandsegel Abenteuer führte die Segler/innen vom Starthafen Les Sables-d'Olonne / Bretagne durch den Atlantique hinunter ins Südpolarmeer entlang der Satelittengesteuerten Eisgrenze, an dem Kap der Guten Hoffnung vorbei zum südwestlichsten Punkt Australiens dem Cape Leeuwin, weiter wird das stürmische Kap Horn umrundet - und wieder den Atlantique hinauf, zurück zum Zielhafen Les Sables-d'Olonne.

 

 

Clarisse Crémer ist die schnellste rund um die Welt Seglerin!

 

die bei der Vendée Globe mit ihrer Yacht "Banque Populaire die Ziellinie überquerte. Es war ihr erstes Vendée Globe Abenteuer, in nur 87 Tagen, 02 Stunden, 24 Minuten und 25 Sekunden Nonstop - ohne fremde Hilfe gesegelt.

 

 

Clarisse Crémer brach damit den seit 2001 aufgestellten Rekord von Ellen MacArthur (94 Tage, 4 Stunden und 25 Minuten).  Der Segelgigant François Gabart gewann die Vendée Globe 2013 mit dieser IMOCA und zweimal die Route du Ruhm, bevor die Segelyacht 2019 vom Team Banque Populaire übernommen wurde.

 

 

12.Februar 2021, 00:57

Dieses Datum wird Pip Hare vermutlich immer in positiver Erinnerung behalten. Ihr Traum geht in Erfüllung, sie beendet erfolgreich die Vendée Globe Ausgabe 2021.

Jean Le Cam sagte über Pip:"Ein außergewöhnliches Segeltalent." Die 47-Jährige Profiseglerin Pip Hare stand 2019 das erste Mal am Ruder einer IMOCA. Nach knapp 96 Tagen beendete Pip Hare ihre erste Vendée Globe auf Platz 19. Ihre rasante Lernkurve will sie auf keinen Fall abbrechen lassen, wie Pip gleich nach ihrer Ankunft in Les Sables d'Olonne ankündigte.

 

 

Das härteste Einhandsegel Abenteuer beendete die Seglerin aus der Normandie erfolgreich. "Miranda Merron" mit ihrer Yacht (Campagne de France). Sie ist die 3. Frau, die diese 9. Ausgabe der Vendée Globe 2020-2021 wohlbehalten und ohne Schäden an ihrem Boot beendete. Die britische Skipperin Miranda hatte vor dem Start der Vendée Globe keine Versicherung für ihr Boot abgeschlossen, ein wesentlicher Grund für eine effiziente & vorsichtige Weltumsegelung. 

 Bravo Miranda! 

 Isabelle Joschke (MACSF) aus Lorient/Bretagne wurde an 10ter Stelle liegend aus dem Rennen genommen, weil sie nach einem schweren Kielschaden in Brasilien stoppen musste, daher hat sie Anspruch auf die Ehrungen des Rennens wie die anderen Teilnehmer, die angekommen sind: Ehrenponton, Pressekonferenz, Anwesenheit der Offiziellen und eine Flasche Champagner. Isabelle Joschke segelte am Dienstagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein, den 23.2.2021 um 15.00 Uhr bei 16° Wassertemperatur über die Ziellinie in Les Sables-d'Olonne, ihr Boot ist Baugleich incl. Foils mit der SeaExplorer von Boris Herrmann. Bei der aktullen Wetterlage profitierte sie von einem auffrischenden Seitenwind, der es ihr ermöglichte, ihren Kurs der Öffnung des Segelhafenkanals entsprechend den Gezeiten des Tages zwischen 12.00 und 17.30 Uhr am Mittwoch anzupassen.

 

Bravo Isabelle !

 

Alexia Barrier überquerte am Sonntag, den 28. Februar 2021, morgens um 7:23 Uhr in Les Sables-d'Olonne die Ziellinie. Die Rennzeit für die Seglerin von TSE-4myplanet: 111 Tage, 17 Stunden und 3 Minuten. Alle gemeldeten Frauen haben es nach Les Sables-d'Olonne geschafft (Es ist nur noch ein Skipper auf See, der Mitte März erwartet wird.

Da Alexia bei der Annäherung an die Küste in den letzten Tagen extrem wachsam sein musste, um jede Gefahr einer Kollision zu vermeiden, denn vor zwei Tagen konnte Alexia nur knapp eine Havarie mit einem Fischerboot ohne AIS - wie bei Boris - gerade noch vermeiden. 

Ganz nebenbei erwähnte Alexia

ihre Rückenschmerzen, verursacht durch einen Bruch, deshalb bewegte sie sich nur mit Hilfe einer Krücke fort... 

 

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