Der Teppich von Bayeux und die Geschichte der Seefahrt.

Der Wandteppich wurde auf dem Gebiet der Seefahrt exakt untersucht. Ohne diesen Teppich wären viele Aspekte des Schiffbaus für uns unbekannt geblieben. Die Schiffe des Wandteppichs sind relativ identisch. Leichte Abwandlungen sind bei dem skandinavischen Bootstyp erkennbar. Es handelt sich um Holzschiffe, deren Planken nicht Rand an Rand, sondern Rand auf Rand durch Niete und Lederriemen verbunden wurden.  Dieses Modell herrschte fast ausschliesslich im ganzen Nordwesten Europas vom 8. Jahrhundert bis zum 12. Jahrhundert vor. Da diese Bootstypen wenig Tiefgang haben, benötigten die Wikinger damals keine Häfen, sondern die Boote wurden nach dem Segeln einfach an Land gezogen. 

 

 

 
    Ein Tag im Zeichen des Mittelalters.
Caen (Calvados) veranstaltet am Dienstag, den 26. Juli 2022, die sechste Ausgabe des Banquet fantastique (Fantastisches Festmahl). Von 11:00 bis 23:00 Uhr werden auf dem Gelände des Schlosses mehrere Veranstaltungen für das Publikum angeboten. Ein Dutzend Musik- und Theatergruppen werden umherziehen und Workshops zur Entdeckung der mittelalterlichen Welt anbieten. Drei von ihnen stehen im Mittelpunkt: Arcadia Théâtre, Saltabraz und Arteflammes.
Arcadia Théâtre: "Die Folterungen des Mittelalters".
Seit über 20 Jahren kreiert die Theatergruppe Arcadia themenbezogene Straßentheaterstücke. In diesem Jahr steht das Mittelalter im Mittelpunkt. Die Truppe, die aus sechs Schauspielern besteht, war bereits im letzten Jahr zu Gast. Ihre Besonderheit: das Bocktheater.
Neben Umzügen mit Musik und Jonglage sind drei Aufführungen um 14:30, 16:00 und 20:30 Uhr geplant, von denen eine viel verspricht: Wir präsentieren eine interaktive Folternummer", erklärt Thomas Rivenez, Mitglied des Ensembles. Wir imitieren mit Humor und ohne Schaden anzurichten die Folterungen des Mittelalters, indem wir ein Mitglied des Publikums benutzen. Es soll lustig, spielerisch und pädagogisch sein. Wir setzen auf die Interaktivität mit dem Publikum".
Saltabraz: "Gesänge auf Latein und Altfranzösisch".
Sie sind vier Musiker, "zwei aus der Bretagne und zwei aus dem Norden", stellt François Taillefer, Mitglied dieser musikalischen Truppe, gleich zu Beginn vor. Das Ensemble Saltabraz wird Auszüge aus alten Werken und Sammlungen vortragen: "Wir werden auf Latein und Altfranzösisch singen, in der Sprache von Oïl und Oc", erklärt Christian Rogeaux, ebenfalls ein Mitglied von Saltabraz. Ihr Repertoire reicht vom 12. bis zum 15. Jahrhundert. Ein musikalischer Empfang wird ab 11 Uhr angeboten und um 17 Uhr findet ein Konzert statt.
Neben den Konzerten und musikalischen Umzügen wird eine Ausstellung von 70 Musikinstrumenten gezeigt: "Sie werden alle Arten von Flöten und Oboen sehen, die aus der Antike oder sogar aus der Vorgeschichte stammen und im Mittelalter verwendet wurden", erklärt François Taillefer. Bei ihrer zweiten Teilnahme kann die Truppe es kaum erwarten, wiederzukommen: "Wir haben tolle Erinnerungen an die Menschenmenge im Schloss im letzten Jahr!"
Arteflammes wird das Feuer entfachen
Unbestritten einer der Höhepunkte des heutigen Tages. Die fünf Mitglieder der Compagnie Arteflammes werden um 11:00, 14:30 und 17:00 Uhr auf Stelzen herumlaufen und als Faun verkleidet sein: eine legendäre Kreatur aus der römischen Mythologie, "halb Mensch, halb Ziegenbock mit einem pelzigen Unterkörper und Hörnern auf dem Kopf", wie Anatole Houard, Kostümbildner und Künstler und Mitglied der Truppe, ausführlich erklärt. Diese Gottheit ist die Verkörperung des Festes, der Musik, des Weins oder der Fruchtbarkeit, "man könnte sie mit Dionysos vergleichen".
Der Höhepunkt des Tages findet um 22:30 Uhr statt, mit der Feuerdämmerung, "einer Show, die sich auf die mythologische Figur des Cernunnos konzentriert, einem gallischen Gott mit Hörnern", erklärt Anatole Houard. Die Feuerjonglage wird so nah wie möglich am Publikum stattfinden. Sie müssen früh kommen, um einen der 850 Plätze auf den Tribünen zu ergattern.
Dienstag, 26. Juli 2022, 11.00 bis 23.00 Uhr, Banquet fantastique im Herzogsschloss.  Kostenlos

 

 

 

Aktuelle Schiifsnachbauten der Wikingerboote, zeigen auf dem atlantischen Ozean trotz des geringen Tiefganges gute Segeleigenschaften,

d.h. damals nutzten die Normannen noch keine Foils wie viele Segler heute.

 

 

 

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© Drohnenaufnahmen by Jan Hendrik Reimann und Fotos by Bernd Reimann. Verbreitung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung möglich. Distribution et duplication uniquement avec autorisation.