Vom Mont Saint-Michel zum Cap Fréhel

42 Jahre Weltkulturerbe der UNESCO-Klassifizierung

des Mont-Saint-Michel mit seinem Wahrzeichen dem goldenen Erzengel Michael

 

 

Aktuelle und nützliche Corona Tipps für Frankreich 

 

 

Der heilige Berg

Die Atmosphäre ist unglaublich 

- ein einzigartiges Denkmal mittelalterlicher Kloster-

und genialer Architektur

auf dem sagenumwobenen Granitfelsen.

Mit dem 400kg schweren Wahrzeichen - dem Erzengel Michael - er soll der Sage nach, dem Bischof von Avranches im Jahre 708 im Traum erschienen sein und zum Bau einer Kirche aufgefordert haben. Der heilige Michael ist im Neuen Testament der Engelsfürst d.h. der Anführer des himmlischen Heeres. Viele Jahrhunderte später wurde der Bau fertiggestellt - ein Glanzpunkt der Klosterarchitektur auf dem Mont,

dann trotzte der Mont Saint-Michel über 20 Jahre erfolgreich dem Ansturm der Engländer, denn die Benediktiner-Äbte waren damals Mönche und Kriegsherren zugleich. Während des Hundertjährigen Krieges (1337-1453) verstärkten die Mönche den heiligen Berg festungsartig.

Es ist 1429 England erhebt Anspruch auf den französischen Thron und hält weite Teile des Landes um den Mont St-Michel besetzt.

Seit 1415 haben die Engländer das Gebiet nördlich der Loire erobert. Die Lage Karls IIV erscheint aussichtslos, sein letzter Trumpf ist, im Kampf um die Herrschaft, Jeanne d'Arc.

 Jeanne d'Arc war bereits zu Lebzeiten ein Mythos. Sie hat etwas bewegt und die Quellen und Aufzeichnungen sind sich einig, dass Jeanne d’Arcs genialer Kampfgeist, ihr Mut und ihre Intelligenz große Dinge durchzusetzen, die Wende im Hundertjährigen Krieg brachte, In Orléans, befehligte sie erfolgreich 12.000 Soldaten und 1453 zogen die englischen Belagerer sieglos ab.
Trotz langjähriger Belagerungen, gelang es den Engländern nicht den Mont Saint-Michel zu erobern. 
 
Vor 100 Jahren (1920) sprach der Vatikan Jeanne d'Arc heilig.

 

1869 wurde ein Damm vom Festland zum Mont Saint-Michel erstellt, denn in Spitzenzeiten sind es bis zu 30 000 Besucher täglich, die zum heiligen Berg pilgern.
Schlickablagerungen waren die Folge, die angespülten Sandmassen konnten nicht mehr ins Meer zurückfließen. Basierend auf Beobachtungen an Modellen wird es wahrscheinlich nur noch 20 Jahre dauern bis der Mont Saint-Michel komplett verlandet, denn die Salzwiesen d.h. die Schafsweiden dehnen sich aus und der heilige Berg wäre dann endgültig vom Meer abgeschnitten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
An dieser Stelle möchte ich auf eine deutschsprachige Hundeliebhaberin in der Normandie hinweisen.

Tipp: 

Hundestrände in der Normandie

Barbara hat sich mit ihren beiden Border Collies extrem viel Mühe gegeben und gibt Insider Tipps, beschreibt ganz fantastisch

welche Regeln für Hunde an den Badestränden in der Normandie gelten und wo es die perfekten Hundeauslaufzonen gibt.

Eine sehr gelungene und tolle Webpage für Hundeliebhaber 

und für Fans der Normandie!

 

"Das Herzstück" bei dem Renaturierungsprojekt der Gezeitendamm

Bei der Mündung des Flusses Couesnon wurde nach einer Bauzeit von nur 5 Jahren
2009 dieser Gezeitendamm in Betrieb genommen, die 8 gigantischen 20t schweren Schleusentore stauen den Fluss 
und halten zugleich bei Flut das ins Landesinnere strömende Meerwasser in einem extra angelegten Überflutungsbereich zurück. Bei Flut bleiben die Schleusen geschlossen damit sinkt der Sandanteil im Wasser auf Meeresseite ab.
Öffnen sich die Schleusentore bei Ebbe, schießt das Wasser mit so einer extremen Wucht aus dem Couesnon in die Bucht zurück - dafür wurde der Untergrund des Gezeitendamms extra Wellenförmig  wegen der zusätzlichen Beschleunigung konstruiert - dass dadurch beschleunigte Wassersedimentgemisch fließt mit so einer hohen Geschwindigkeit am Mont St.Michel vorbei - dass der Sand aus der Bucht ins Meer gespült wird, dadurch erhält der heilige Berg seinen Inselcharakter zurück. Bei Flut strömt das Meerwasser in den Couesnon, dann werden die Schleusentore für ca. 6 Stunden geschlossen.
 
 
 

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Der Gezeitendamm gibt dem Fluss Couesnon ausreichend Energieum die Sedimente

bis weit ins offene Meer hinauszuspülen. 

Der ursprünglich bretonische Mont Saint-Michel gehört heute zur Normandie,
denn der Grenzfluss Couesnon änderte mehrmals in der Vergangenheit seinen Lauf.
Dieser neue Gezeitendamm wurde etwas weiter östlich erstellt und dadurch liegt der Grenzfluss jetzt exakt in der Normandie.

 

Die Ebbe allein ist zu schwach.

Um die seit Jahrzehnten angehäuften Sedimente hinaus ins Meer zu schwemmen, 
bekommt die Ebbe Hilfe durch den Couesnon. Zieht sich das Meer zurück,

wird auch das angestaute Wasser mit hoher Energie in die Bucht geleitet

und nimmt dabei Schlamm und Sand mit. 
Damit das stetig geschieht, wurde der Lauf des Couesnon so manipuliert,
dass er in zwei Armen um den Mont Saint-Michel herumfließt und die Bucht freispült.
 
Damit das stetig geschieht,
wurde der Lauf des Couesnon so manipuliert,
dass er in zwei Armen um den Mont Saint-Michel herumfließt und die Bucht freispült.

 

Die offensichliche Einfachheit beinhaltet eine extreme Komplexität

135 Jahre gab es einen Damm zwischen dem 157 Meter hohen Mont St-Michel und dem Festland.
Jetzt erleben die Pilger und Touristen eine flache, geschwungene Brücke. - Eine Folge des Renaturierungsprojekts. Dadurch erleben die Besucher beim Betreten des Stegs den Mont St-Michel und die Landschaft ständig aus verschiedenen Perspektiven - die geschwungene Brückenform von Star-Architekt Dietmar Feichtinger macht es möglich. Der 1085 Meter kurvige Damm fügt sich filigran an den Steg an. Aus der Ferne hat der Betrachter den Eindruck, dass der neue flache Steg direkt über dem Wasser schwebt - ein gelungenes Bauwerk das nicht auffällt.
 

Der 760m lange „Steg“ 

wie der österreichische Architekt dieses Projekt nennt.

 

Ein Steg gestützt alle zwölf Meter von Rundpfeilern.

Die 134 Rundpfeiler wurden in Betonpfeilern, die 30 Meter tief gegründet sprich einbetoniert in einer Schieferschicht, damit wird die Last optimal verteilt. Die Stahlstützen selbst haben einen Durchmesser von 25 Zentimetern und eine Wandstärke von 40 bis 60 Millimetern,
sie sind auch am Brückendeck eingespannt, um ebenfalls Horizontallasten aufnehmen zu können. 
Das ist natürlich ein konstruktiver Aufwand, denn man muss an Bremseffekte der Fahrzeuge denken
somit ist durch die Einfachheit dieser Brücke ein hoher technischer Aufwand entstanden. 
"Es gibt keine Neopren-Auflager, die man austauschen muss, dieses Bauwerk ist äußerst robust" betont der Architekt.
Längsausdehnungen werden durch die Elastizität des Stegs aufgenommen, indem die Pfeiler ein bisschen nachgeben können.
 

Die Herausforderung ist der Meeresboden, denn bis 30 Meter Tiefe trägt das Watt extrem schlecht.

Die Brücke muss 38 Tonnen schwere Trucks aushalten, der Steg ist eine öffentliche Straße.
Der Steg läuft zum Ende hin leicht abgesenkt aus und steht das Meerwasser hoch genug, wird die Stegsenke geflutet.
Diese Konstruktion garantiert den freien Fluss des Wassers.
 
 

Priorität bei dem Projekt ist, dass das Wasser so schnell und ungehindert wie möglich durch die Brücke fließt.

Seit Juli 2014 ist diese Brücke mit einer eleganten Krümmung vom Festland zum Heiligen Berg für Pilger und Touristen in Betrieb.
Der Mont Saint-Michel ist wieder das, was er über Jahrhunderte war, 
eine echte Insel im Wattenmeer.
 

Phare du Cap Fréhel au lever du soleil

Wir sehen 2 Leuchttürme, der älteste wurde 1701 bis 1702 im Auftrag von General Vauban
aus den Bruchsteinen eines älteren, unterhalb der Klippen stehenden Bauwerks und aus Granitstein der Chausey - Inseln erbaut.  
Der Nachfolger mit der großzügigen Aussichtsplattform ist seit 1950 in Betrieb, von hier oben können wir Jersey bei klarem Wetter erkennen. 
 

Cap Fréhel

ist eines der beeindruckendsten Vogelschutzgebiete der Bretagne. Das  Cap Fréhel gilt es im Laufe der vier Jahreszeiten zu entdecken.
Unter der Sonne weiß man nicht, wohin man den Kopf drehen soll, um die Landschaft zu bewundern, die eine wunderschöne Farbpalette bietet. Ein Mosaik, in das sich Wanderer und Urlauber gut einfügen.
 

Lichtdurchfluteter Nebel trifft aufs Meer

Dieses Foto entstand morgens kurz nach 9 Uhr am 13. April 2019, über eine Stunde hatten wir nur grauen Himmel, 
plötzlich riss die Nebelfront auf und ich nutze diesen Moment.
Ich war mit meinem dicksten Winterpullover aus Tirol und einer Windweste unterwegs
aber der kalte und feuchte Wind trieb mir die Tränen ins Gesicht.
Ich konnte kaum sehen ob das Foto scharf und Ok war und alles ohne Filter, geniales Licht am Cap Frehel.

 

Die Vegetation ist stark vom Klima geprägt.

Bäume sucht man hier vergeblich, dafür gibt es sehr viele Seevögel. 

 

Hier befinden sich auch die schönsten Strände von Plévénon,

avec notamment la crique de la Fosse avec son sable fin

et ses rochers qui permettent de se protéger du vent.

 

Eine tolle Sicht über den Hafen und die Promenade

erhalten wir mit der neuen WebCam in Saint Malo.

 Bonne journée.

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Fotos © by Bernd Reimann. Verbreitung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung möglich.