Normandie - das Land der Pferde - kilometerlange Strände die von den Silhouetten der Pferde mit und ohne Gespann verschönert werden. 

Seenebel, dieses Phänomen gibt es hier am Ärmelkanal fast immer im Frühjahr.
Ein eigenartiger Dunstschleier der oft früh morgens, über dem Meer schwebt
Das Gallopieren der Pferde hört man, aber erkennen können wir das erst sehr spät.
Wer hier gerne sparzieren will, sollte sehr achtsam sein. 
 
Malerische Wolkenformation
Der Sturm Eunice fegte 2022
mit 175 km/h über die Normandie hinweg.
 
Vor dem Sturm
sah der Himmel so aus. 
Sehr gut erkennen wir die Cirren.
 

 

Der heilige Berg

Die Atmosphäre ist unglaublich,

denn die ändert sich

je nach den Launen der Gezeiten

und der Winde.

Ein einzigartiges Denkmal mittelalterlicher Kloster-

und genialer Architektur

auf dem sagenumwobenen Granitfelsen.

Mit dem 400kg schweren Wahrzeichen - dem Erzengel Michael -

er soll der Sage nach, dem Bischof von Avranches im Jahre 708 im Traum erschienen sein

und zum Bau einer Kirche aufgefordert haben.

Der heilige Michael ist im Neuen Testament der Engelsfürst d.h. der Anführer des himmlischen Heeres. 

Viele Jahrhunderte später wurde der Bau fertiggestellt - ein Glanzpunkt der Klosterarchitektur auf dem Mont!

 

Dann trotzte Le Mont Saint-Michel über 20 Jahre erfolgreich dem Ansturm der Engländer, 

denn die Benediktiner-Äbte waren damals Mönche und Kriegsherren zugleich. 

Während des Hundertjährigen Krieges (1337-1453) verstärkten die Mönche den heiligen Berg festungsartig.

1429 England erhebt Anspruch auf den französischen Thron und hält weite Teile des Landes um den Mont St-Michel besetzt.

Seit 1415 haben die Engländer das Gebiet nördlich der Loire erobert.

Die Lage Karls IIV erscheint aussichtslos, sein letzter Trumpf ist, im Kampf um die Herrschaft - Jeanne d'Arc.

 

Jeanne d'Arc war bereits zu Lebzeiten ein Mythos. Sie hat etwas bewegt und die Quellen und Aufzeichnungen sind sich einig, dass Jeanne d'Arcs genialer Kampfgeist, ihr Mut und ihre Intelligenz große Dinge durchzusetzen,

die Wende im Hundertjährigen Krieg brachte. 
In Orléans, befehligte sie erfolgreich 12.000 Soldaten und 1453 zogen die englischen Belagerer sieglos ab.
Trotz langjähriger Belagerungen, gelang es den Engländern nicht Le Mont Saint-Michel zu erobern. 
 
1920 sprach der Vatikan Jeanne d'Arc heilig.

 

  

 

  

 

Das Herzstück - der Gezeitendamm.

Bei der Mündung des Flusses Couesnon wurde nach einer Bauzeit von nur 5 Jahren
2009 dieser Gezeitendamm in Betrieb genommen, die 8 gigantischen 20t schweren Schleusentore stauen den Fluss 
und halten zugleich bei Flut das ins Landesinnere strömende Meerwasser in einem extra angelegten Überflutungsbereich zurück. Bei Flut bleiben die Schleusen geschlossen damit sinkt der Sandanteil im Wasser auf Meeresseite ab.
Öffnen sich die Schleusentore bei Ebbe, schießt das Wasser mit so einer extremen Wucht aus dem Couesnon in die Bucht zurück - dafür wurde der Untergrund des Gezeitendamms extra Wellenförmig  wegen der zusätzlichen Beschleunigung konstruiert - dass dadurch beschleunigte Wassersedimentgemisch fließt mit so einer hohen Geschwindigkeit am Mont St.Michel vorbei - dass der Sand aus der Bucht ins Meer gespült wird, dadurch erhält der heilige Berg seinen Inselcharakter zurück. Bei Flut strömt das Meerwasser in den Couesnon, dann werden die Schleusentore für ca. 6 Stunden geschlossen.
 

Der Gezeitendamm gibt dem Fluss Couesnon ausreichend Energie

um die Sedimente

bis weit ins offene Meer hinauszuspülen. 

Der ursprünglich bretonische Mont Saint- Michel gehört heute zur Normandie,

denn der Grenzfluss Couesnon änderte mehrmals in der Vergangenheit seinen Lauf.
Der neue Gezeitendamm wurde etwas weiter östlich erstellt und dadurch liegt der Grenzfluss jetzt exakt in der Normandie.

 

Die Ebbe allein ist zu schwach um die angehäuften Sedimente hinaus ins Meer zu schwemmen.

Damit das stetig geschieht,
wurde der Lauf des Couesnon so manipuliert,
dass er in zwei Armen um den Mont Saint-Michel herumfließt und die Bucht erfolgreich freispült.

 

Die Zahlen bestätigen das Gefühl all derer, die diesen Sommer in Le Mont-Saint-Michel waren: Es war sehr, sehr, sehr voll. Die öffentliche Einrichtung des Mont-Saint-Michel (EPMSM) hat mehr als eine Million Besucher festgestellt ... allein in den Monaten Juli und August 2022.
 
Die Abtei kann auf eine "gute Saison" zurückblicken, mit mehr als 600.000 Besuchern während des Sommers am Tag. Auch die Nocturnes du Mont haben sich gut entwickelt. Wenn die Besucherzahlen in der Nachsaison in diesem Tempo weitergehen, dürfte Le Mont-Saint-Michel das aktuelle Referenzjahr 2019 erreichen oder übertreffen.

  

 

Die offensichtliche Einfachheit beinhaltet eine extreme Komplexität.

135 Jahre gab es einen Damm zwischen dem 157 Meter hohen Le Mont St-Michel und dem Festland.
Jetzt erleben die Pilger und Touristen eine flache, geschwungene Brücke. - Eine Folge des Renaturierungsprojekts. Dadurch erleben die Besucher beim Betreten des Stegs den Mont St-Michel und die Landschaft ständig aus verschiedenen Perspektiven - die geschwungene Brückenform von Star-Architekt Dietmar Feichtinger macht es möglich. Der 1085 Meter kurvige Damm fügt sich filigran an den Steg an. Aus der Ferne hat der Betrachter den Eindruck, dass der neue flache Steg direkt über dem Wasser schwebt - ein gelungenes Bauwerk das nicht auffällt.
 

Der 760m lange „Steg“ 

wie der österreichische Architekt dieses Projekt nennt.

 

Ein Steg gestützt alle zwölf Meter von Rundpfeilern.

Die 134 Rundpfeiler wurden in Betonpfeilern, die 30 Meter tief gegründet, d.h. einbetoniert in einer Schieferschicht,
damit wird die Last optimal verteilt. Die Stahlstützen selbst haben einen Durchmesser von 25 Zentimetern und
eine Wandstärke von 40 bis 60 Millimetern,
sie sind auch am Brückendeck eingespannt, um ebenfalls Horizontallasten aufnehmen zu können. 
Das ist natürlich ein konstruktiver Aufwand, denn man muss an Bremseffekte der Fahrzeuge denken
somit ist durch die Einfachheit dieser Brücke ein hoher technischer Aufwand entstanden. 
"Es gibt keine Neopren-Auflager, die man austauschen muss, dieses Bauwerk ist extrem robust" betont der Architekt.
Längsausdehnungen werden durch die Elastizität des Stegs aufgenommen, indem die Pfeiler etwas nachgeben können.
 

 Die Herausforderung ist der Meeresboden, denn bis 30 Meter Tiefe trägt das Watt extrem schlecht.

Die Brücke muss 38 Tonnen schwere Trucks aushalten. Der Steg ist eine öffentliche Straße und
läuft zum Ende hin leicht abgesenkt aus. Steht das Meerwasser hoch genug, wird die Stegsenke geflutet.
Diese Konstruktion garantiert den freien Fluss des Wassers.
 
 

 Priorität bei diesem Projekt war, dass das Wasser so schnell und ungehindert wie möglich durch die Brücke fließt. 

Seit Juli 2014 ist dieser Steg mit einer eleganten Krümmung vom Festland zum Heiligen Berg
für Pilger und Touristen in Betrieb.
Le Mont Saint-Michel ist wieder das, was der Berg über Jahrhunderte war, 
eine echte Insel im Wattenmeer. 

 

Die Meeresbiologen zählen in der Bucht des Mont Saint-Michel seit der Renaturierung einen Anstieg der Kegelrobben Welpen und einen Anstieg von unterschiedlichen Delphinen,
d.h. es werden immer häufiger nicht registrierte Delphine gesichtet, die hier her umsiedeln.
 

 

 

Pointe du Roc

hier eröffnen sich beeindruckende
Perspektiven.

Granville Hafen- Flair

Mich faszinieren die trocken gefallenen Boote und

die schrägen Hafenmauern.

 

Ein magischer Ort - le vieux Port bei Ebbe.

An der Kaimauer  -  Bildmitte  -  im Schlick, fand ein Muschelsammer im Sommer 2023
eine runde Treibmine 80 cm im Durchmesser aus dem 2. Weltkrieg.
Granville - das nördliche Monaco bedeutet vor allem Begegnungen.
Mit Einwohnern, die stolz auf ihr Territorium und die Vergangenheit ihrer Stadt sind.
Eine Stadt, die von Bürgern, Aktivisten, Vereinsmitgliedern und gewählten Vertretern bevölkert ist.
Hier hilft man seinem Nächsten, egal woher er kommt.
Hier teilt man seine Kultur.

 

 

Blick vom Pionte du Roc

entlang der Steilküste von Granville

 
 
Der Southern Liner, ein 55 Meter langes Schiff, gehört der Reederei Nostos, die sich seit kurzem in Saint-Malo (Côte-d'Armor) niedergelassen hat. Für die Dauer einer Flut legte der Frachter am Südkai von Granville an, um Tischlerei-Elemente zu laden.
Nach Angaben der öffentlichen Hafenbetriebsgesellschaft des Ärmelkanals handelte es sich um einen Probeverkehr von Granville nach Jersey. Parallel zu den derzeitigen Betreibern der Güterverbindung zwischen Granville und Jersey möchte die SPL diesen Verkehr diversifizieren, z. B. durch den Transport von Containern.
 

Das Fremdenverkehrsamt Terre et mer (GTM) 

bietet Mittwochs eine Führung durch die Oberstadt von Granville an.

 

  

 
Druckversion | Sitemap
© Drohnenaufnahmen by Jan Hendrik Reimann und Fotos by Bernd Reimann. Verbreitung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung möglich. Distribution et duplication uniquement avec autorisation.