Vom Mont Saint-Michel zum Cap Fréhel

40 Jahre Weltkulturerbe der UNESCO-Klassifizierung

des Mont-Saint-Michel.

Vom 22.- 26. Oktober 2019 feiert die Bucht von Mont-Saint-Michel dieses Ereignis auf normannischer und bretonischer Seite.

 

Der heilige Berg

Ein einzigartiges Denkmal

mittelalterlicher Kloster- und Festungsarchitektur. 

Zur Zeit Jeanne d'Arcs widerstand der Mont Saint-Michel dem Ansturm der Engländer, denn die Benediktiner-Äbte waren
damals Mönche und Kriegsherren zugleich.
Vor weit über einhundert Jahren wurde dann ein Damm vom Festland zur Insel fertig gestellt. Sand- und Schlickablagerungen
waren die Folge, denn die angespülten Sandmassen konnten nicht mehr ins Meer zurück fliessen.
 
Der ursprünglich bretonische Mont Saint-Michel gehört heute zur Normandie,
denn der Grenzfluss Couesnon änderte mehrmals in der Vergangenheit seinen Lauf.
Der neue Gezeitendamm wurde etwas weiter östlich erstellt und dadurch liegt der Grenzfluss exakt in der Normandie.
 
An dieser Stelle möchte ich auf eine deutschsprachige Hundeliebhaberin in der Normandie hinweisen.

Tipp: 

Hundestrände in der Normandie

Barbara hat sich mit ihren beiden Border Collies extrem viel Mühe gegeben und beschreibt

welche Regeln für Hunde an den Badestränden in der Normandie gelten. 

Eine tolle Webpage für Hundeliebhaber 

und für Fans der Normandie.

 

Besucherplattform am Gezeitendamm

Bei der Mündung des Flusses Couesnon wurde nach einer Bauzeit von 5 Jahren
2009 dieser Gezeitendamm in Betrieb genommen, der den Fluss staut
und zugleich das bei Flut ins Landesinnere strömende Meerwasser zurückhält.
So kann das Wasser bei Ebbe in die Bucht zurück fliessen und den Sand wieder ins Meer zurück spülen.

 

Der Gezeitendamm gibt dem Fluss Couesnon ausreichend Energieum die Sedimente

bis weit ins offene Meer hinauszuspülen. 

Der ursprünglich bretonische Mont Saint-Michel gehört heute zur Normandie,
denn der Grenzfluss Couesnon änderte mehrmals in der Vergangenheit seinen Lauf.
Dieser neue Gezeitendamm wurde etwas weiter östlich erstellt und dadurch liegt der Grenzfluss jetzt exakt in der Normandie.

 

Die Ebbe allein ist zu schwach.

Um die seit Jahrzehnten angehäuften Sedimente hinaus ins Meer zu schwemmen, 
bekommt die Ebbe Hilfe durch den Couesnon. Zieht sich das Meer zurück,

wird auch das angestaute Wasser mit hoher Energie in die Bucht geleitet

und nimmt dabei Schlamm und Sand mit. 
Damit das stetig geschieht, wurde der Lauf des Couesnon so manipuliert,
dass er in zwei Armen um den Mont Saint-Michel herumfließt und die Bucht freispült.
 
Damit das stetig geschieht,
wurde der Lauf des Couesnon so manipuliert,
dass er in zwei Armen um den Mont Saint-Michel herumfließt und die Bucht freispült.

 

Die offensichliche Einfachheit beinhaltet eine extreme Komplexität

135 Jahre gab es einen Damm zwischen dem 157 Meter hohen Mont St-Michel und dem Festland.
Jetzt betreten die Pilger und Touristen einen flachen, 1085 Meter langen Damm...
 

...der dann in den 760m langen „Steg“ übergeht,

wie der österreichische Architekt dieses Projekt nennt.

 

Ein Steg gestützt alle zwölf Meter von Rundpfeilern.

Die 134 Rundpfeiler sind in Betonpfeilern, die 30 Meter tief gegründet sind, eingespannt.
Die Stahlstützen selbst haben einen Durchmesser von 25 Zentimetern und eine Wandstärke von 40 bis 60 Millimetern,
sie sind auch am Brückendeck eingespannt, um ebenfalls Horizontallasten aufnehmen zu können. 
Das ist natürlich ein konstruktiver Aufwand, denn man muss an Bremseffekte der Fahrzeuge denken
somit ist die Einfachheit dieser Brücke ein hoher technischer Aufwand. 
"Es gibt keine Neopren-Auflager, die man austauschen muss, dieses Bauwerk ist äußerst robust" betont der Architekt.
Längsausdehnungen werden durch die Elastizität des Stegs aufgenommen, indem die Pfeiler ein bisschen nachgeben können.
 

Die Herausforderung ist der Meeresboden, denn bis 30 Meter Tiefe trägt das Watt extrem schlecht.

Die Brücke muss 38 Tonnen schwere Trucks aushalten, der Steg ist eine öffentliche Straße.
Der Steg läuft zum Ende hin leicht abgesenkt aus und steht das Meerwasser hoch genug, wird die Stegsenke geflutet.
 
 

Priorität bei dem Projekt ist, dass das Wasser so schnell und ungehindert wie möglich durch die Brücke fließt.

Seit Juli 2014 ist diese Brücke mit einer eleganten Krümmung vom Festland zum Heiligen Berg für Pilger und Touristen in Betrieb.
Der Mont Saint-Michel ist wieder das, was er über Jahrhunderte war, 
eine echte Insel im Wattenmeer.
 

Phare du Cap Fréhel au lever du soleil

Wir sehen 2 Leuchttürme, der älteste wurde 1701 bis 1702 im Auftrag von General Vauban
aus den Bruchsteinen eines älteren, unterhalb der Klippen stehenden Bauwerks und aus Granitstein der Chausey - Inseln erbaut.  
Der Nachfolger mit der großzügigen Aussichtsplattform ist seit 1950 in Betrieb, von hier oben können wir Jersey bei klarem Wetter erkennen. 
 

Cap Fréhel

ist eines der beeindruckendsten Vogelschutzgebiete der Bretagne.
 

Lichtdurchfluteter Nebel trifft aufs Meer

Dieses Foto entstand morgens kurz nach 9 Uhr am 13. April 2019, über eine Stunde hatten wir nur grauen Himmel, 
plötzlich riss die Nebelfront auf und ich nutze diesen Moment.
Ich war mit meinem dicksten Winterpullover aus Tirol und einer Windweste unterwegs
aber der kalte und feuchte Wind trieb mir die Tränen ins Gesicht.
Ich konnte kaum sehen ob das Foto scharf und Ok war und alles ohne Filter, geniales Licht am Cap Frehel.

 

Die Vegetation ist stark vom Klima geprägt.

Bäume sucht man hier vergeblich, dafür gibt es sehr viele Seevögel. 

 

Hier befinden sich auch die schönsten Strände von Plévénon,

avec notamment la crique de la Fosse avec son sable fin

et ses rochers qui permettent de se protéger du vent.

 

Eine tolle Sicht über den Hafen und die Promenade

erhalten wir mit der neuen WebCam in Saint Malo.

 Bonne journée.

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Fotos © by Bernd Reimann. Verbreitung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung möglich.