ElbDream everything is possible

"Hamburg — that's the Free and Hanseatic City— is getting a dramatic new concert hall, which will look like a glass galleon that has foundered on a warehouse" schrieb die New York Sun im Maerz 2007 und das zeigt uns, fuer wie spektakulaer die internationale Presse den Bau der Elbphilharmonie in Hamburg sieht.

Dieses Warehouse ist der historische Kaispeicher A in der Hamburger Hafencity, urspruenglich 1963 als Kakaospeicher auf 1111 Betonphaehlen im Hafenschlick erbaut, wird der historische Kaispeicher entkernt, die Fassaden bleiben erhalten, dann wird der Speicher fuer den glaesernen 78000 Tonnen schweren Aufbau durch weitere 500 Phaehle verstaerkt und dabei stoesst die Firma Hochtief immer wieder auf unerwartete Probleme, die den Bau weiter verteuern.

Anschließend wird der Sockelbau im alten Kaispeicher errichtet, danach wird dann erst der spektakulaere Aufsatz mit seiner gläsernen Fassade oberhalb der neu errichteten Plaza hochgezogen.

Die 16000 quadrat Meter grosse Glassfasade besteht aus 2.15m x 3.35m grossen Waermeglasscheiben, die an unterschiedlichen Stellen mit Punkten bedruckt werden, um die Sonneneinstrahlung um bis zu 30 Prozent zu verringern.

Eine Bauzeichnung, eine Urkunde, eine aktuelle Tageszeitung und eine Sonder-muenze der Elbphilharmonie: Diesen Inhalt einer Zeitkapsel hatte anfang April 2007 Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust gemeinsam mit Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck, dem Vorstandsvorsitzenden der Hochtief Construction AG, Henner Mahlstedt, Pierre de Meuron vom Architekturbüro Herzog & de Meuron und dem Projekt-Koordinator des Senats für die Elbphilharmonie, Hartmut Wegener, in den Grundstein des neuen Hamburger Wahrzeichens, der Elbphilharmonie, gelegt. Buergermeister von Beust sagte:

 „Wie ich feststellen konnte, ist man weltweit neugierig auf unser neues Wahrzeichen“.

In der Tat findet man im Internet Skyscraper Forum Beitraege ueber Hamburgs zukuenftige ElbPhilarmonie.

Ueber die Praesentation in der New Yorker Carnegie Hall kann man dann auch in der internationalen Presse nachlesen, was Christoph von Dohnanyi, der Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters und des kuenftigen Residenzorchesters der Elbphilharmonie, zu dem Projekt in der Hafencity den amerikanischen Journalisten sagte.....the chief conductor of the NDR Symphony Orchestra, which will make is home in the Elbphilharmonie....made the most honest official statement about musical architecture....: "Acoustics is like psychiatry it's a starting science, and you have to be very lucky. But if it looks great, it sounds good, too."

Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck sagte: " Mit dem Baubeginn rueckt auch der zukuenftige Spielbetrieb, die Musik, immer mehr ins Bewusstsein der Buerger. Durch den Koerber Fonds Zukunftmusik haben wir die grosse Chance, schon jetzt im viel groesseren  Masse als vorher Musik und Musikprogramme fuer Kinder- und Jungendliche in der Laiszhalle anzubieten. Nun gilt es den, diesen Bereich systematisch auszubauen."   

Neben dem kleinen Saal, der Platz fuer 550 Personen haben wird, bildet das Herzstueck der 50 Meter lange, 40 Meter breite und 25 Meter hohe Konzertsaal. In der mitte des Raumes befindet sich die 21 Meter mal 15 Meter grosse Buehne fuer Chor und Orchester, die vom Publikum mit 2150 Sitzplaetzen umschlossen wird.

Daniel Beckmann, von der Firma Toyota's Nagata Acoustics schrieb:

"...in the ceiling of the auditorium is an outie, not an innie. Which is to say, that a giant sound-reflecting disc will hang from the ceiling, suggesting (here comes a radical metaphor switch) a flying saucer full of Beethoven-loving aliens..."

Fuer eine optimale Akustik wird ein trompetenfoermiger Reflektor mit einem Durchmesser von 15 Metern sorgen, der von der Decke ueber der Buehne haengen wird.

Bei allem dominiert die geschwungene Form.

Auf der nach allen Seiten offenen 3200 quadrat Meter grossen Plaza, bietet die Ausssichtsplattform in 37 Meter Hoehe für alle Buerger einen frei zugaenglichen 360 Grad-Rundumblick ueber den Hamburger Hafen.

Opening der ElbPhilharmonie, das eines der zehn besten Konzerthaeuser der Welt werden soll, ist für Sommer 2010 geplant.

"Die Architektur der Elbphilharmonie ist symbolisch: auf ein traditionelles Backsteingebaeude kommt eine glaeserne Welle", sagte Beust.

Die Elbphilharmonie werde auch ein Symbol für den Buergersinn der Hansestadt sein, denn mittlerweile haetten rund 5000 Spender mehr als 64 Millionen Euro zur Verfuegung gestellt und der Muenchner Autokonzern BMW wird der erste Hauptsponsor der Elbphilharmonie, denn fuer die Spielzeit 2010 bis 2013 zahlt BMW jaehrlich 350 000 Euro. 

Planer des weit ueber 200 Millionen Euro Projektes ist das Architektenduo Jacques Herzog und Pierre de Meuron. Jaques Herzog: "Das ganze ist wie eine kleine Stadt - nicht nur wegen des Nutzungsmixes sondern eben auch dieser Mix der verschiedenen Architekturen und diese Reise durch den Kaispeicher wird eben auch ein interessantes architektonisches Erlebnis an sich sein."

Das Innere des Konzerthaus zeigt ein Foyer, das zugleich Treppenhaus ist, seine Decke ist die Unterseite des Saales. Immer frei bleibt der Blick nach außen.

Pierre de Meuron: "Es ist anders als bei der Philharmonie in Berlin: zum Beispiel haben wir nicht diese … logenartigen Bereiche, die von einander abgekoppelt sind. In diesen Bildern geht die Zuschauermenge von der einen in die andere ueber - ohne Unterbruch."

Herzog und de Meuron sind die Architekten unserer Zeit. Für ihre Tate Modern in London bekamen sie 2001 die wichtigste Architekturauszeichnung, den Pritzker-Preis. Die Unibibliothek von Cottbus ist aeußerlich eine Burg, im Inneren herrscht ein Rausch der Farben: Hellgruen und Pink. Herzog und de Meuron wollen große Gefuehle ausloesen.

Jacques Herzog: "Sinnlichkeit, Oberflaechen und so weiter, das ist uns tatsaechlich sehr wichtig. Architektur ist nur etwas was 1:1 funktioniert. Das heißt Architektur ist etwas, das ganz real vor dem Menschen funktioniert. Es ist nicht nur ein Bild, das man nur mit den Augen wahrnimmt, sondern mit allen Sinnen."